Peters Witz mit dem Wechselkennzeichen

Neues W-Kennzeichen mit festem und Wechselteil, für das die Berliner Warentester keine Kostenvorteile sehen.
Neues W-Kennzeichen mit festem und Wechselteil, für das die Berliner Warentester keine Kostenvorteile sehen.
Foto: Warentest
Was wir bereits wissen
Zum ersten Juli wird das Wechselkennzeichen Wirklichkeit, eins der boulevardtauglichen Lieblingsprojekte von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer. Von der guten Idee ist nur ein schlechter Witz geblieben, verhöhnt etwa bei „Spiegel online“ als „Luftnummernschild“.

Essen.. Unwahrscheinlich, das sich unser Lieblingsverkehrsminister Ramsauer (CSU) jetzt noch einmal als Strahlemann mit einem Wechselkennzeichen fotografieren lässt, so wie er sich bei der Präsentation „seiner“ Idee vor zwei Jahren in den Boulevardzeitungen ablichten ließ. Wenn das W-Kennzeichen am ersten Juli Wirklichkeit wird, ist es nämlich schon wieder so gut wie tot.

Die eigentlich gute Idee, zwei Fahrzeuge der gleichen Art (Pkw, Motorrad) abwechselnd mit nur einem Kennzeichen bewegen zu dürfen, hat keine große Überlebenschance mehr. Einfacher Grund dafür: Für beide fällt die volle Kraftfahrzeugsteuer an. Auch bei den Versicherungen ist keine Bereitschaft erkennbar, gleichzeitig mit dem W-Kennzeichen zugelassene Kfz nur zum Preis der jeweils teureren Prämie zu versichern.

Das passive Fahrzeug darf nicht öffentlich geparkt werden

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Außerdem darf das gerade passive Fahrzeug nicht in der Öffentlichkeit abgestellt werden. Dazu kommen voraussichtlich 105 Euro an einmaligen Gebühren sowie die Anschaffungskosten für die beiden Nummernschilderpaare.

Danke, Herr Ramsauer. Und viel Glück mit ihrer nächsten Lieblingsidee, der Pkw-Maut.