Opel zieht Änderungskündigungen in Bochum zurück
20.09.2011 | 16:49 Uhr 2011-09-20T16:49:00+0200
Bochum. Die Zwangsversetzung von 75 Bochumer Opelmitarbeitern nach Rüsselsheim ist vom Tisch. Opel nahm am Dienstag die Änderungskündigungen zurück. Grund sind die guten Verkaufsprognosen für den neuen Zafira, der in Bochum vom Band läuft.
Gute Nachrichten für die Beschäftigten im Bochumer Opel-Werk: Der Autohersteller hat die Änderungskündigungen zurückgezogen, mit denen er 75 Mitarbeiter zum Wechsel nach Rüsselsheim zwingen wollte. Opel hob gleichzeitig die Verkaufsprognose für den neuen Van Zafira an.
Zafira wird auf der IAA gezeigt
Das Unternehmen teilte am Dienstag mit, die überaus positive Resonanz auf den neuen Opel Zafira Tourer lasse für das nächste Jahr eine bessere Auslastung des Bochumer Fertigungswerkes erwarten als bislang eingeplant. Damit sehe sich das Unternehmen in der Lage, allen Betroffenen eine Weiterbeschäftigung im Bochumer Werk zu ermöglichen.
Opel präsentiert den neuen Zafira Tourer derzeit auf der Internationalen Automobilausstellung IAA in Frankfurt. Das neue Modell wird ausschließlich in Bochum gefertigt. Dafür investierte Opel nach eigenen Angaben 175 Millionen Euro in die Produktion.
Betriebsrat erleichtert
IG Metall und Betriebsrat begrüßten den Schritt. NRW-IG-Metall-Chef Oliver Burkhard sagte: „Wir freuen uns natürlich darüber, dass Opel-Fahrzeuge derzeit so gut am Markt ankommen. Das sichert Beschäftigung.“ Betriebsratschef Rainer Einenkel ergänzte: „Dank der aktuell guten Verkaufsprognose für den Zafira gibt es nun eine Basis, um ... an einer langfristigen Zukunft des Werkes zu arbeiten.“
Noch vor rund zwei Jahren musste der Opel-Standort Bochum nach der Insolvenz des Mutterkonzerns General Motors um seine Zukunft bangen. Opel hatte Anfang 2010 mit der Sanierung begonnen und dazu den Abbau von 1800 der damals noch 5100 Stellen in Bochum beschlossen. Den Betroffenen wurden Abfindungen und der Wechsel in eine Transfergesellschaft angeboten. Die Offerte wurde allerdings nur von 600 Mitarbeitern angenommen. Für die verbliebenen 1200 Beschäftigten musste Opel nachverhandeln und ihnen mit Prämien und Abfindungen den Wechsel in ein anderes Werk oder das freiwillige Ausscheiden versüßen. (dapd/we/rtr)
12:53
Ein sterben auf Zeit. Bochum ist nicht zu halten.
02:12
Freut mich für unsere Ruhries, dass sie Ruhries bleiben dürfen und nicht wie seelenlose Schachfiguren hin- und hergeschoben werden. Jetzt bedauere ich nur noch die Kommentatoren, die so ein mieses Leben führen, dass sie allen anderen nur Schlechtes wünschen.
19:30
Und für dieses Chaos nimmt man die Rufschädigung gerne in Kauf?
Ich fahre nur noch zu VW, die bauen eh die besseren Fahrzeuge und gehen ordentlich mit ihren Leuten um...
19:16
schön für die 75 opelaner, aber sind wir mal ehrlich.
Opel Bochum wirds nicht mehr auf längerer Sicht geben.
Würde ich für diese Firma dort arbeiten, ich hät mir längst was anderes gesucht, bei dme hin und her, wird man krank.
18:48
@7 von alphaking
Von mir aus können die alle die Kündigung bekommen
Ich kann nur wiederholen, was
ich oben schon geschrieben habe.
Ob man als einer von 75 Opelanern oder als einer von 1000 Kruppianern entlassen wird, dürfte für den einzelnen zemlich bedeutungslos sein.
18:27
Die Begriffe Langfristige Unternehmensstrategie, Verlässlichkeit und Image scheint in den Unternehmensspitzen nicht mehr vorhanden zu sein.
Wenn es wirklich ohne Aufwand für das Unternehmen möglich ist, Person A durch Neueinstellung B auszutauschen, würde ich mich schnellstens aus dem Job verabschieden.
18:13
Das Personalmanagement von Opel hat sich verzockt. Stammarbeiter sollten hier eindeutig platz für Leiharbeiter machen und sonst gar nichts. Einenkel hats erkannt, wenn auch ein bischen zu spät. Zumindest sind jetzt erst einmal 75 Familien froh, dass sie sie ihre Heimat nicht verlassen müssen. Ich hoffe, dass Einenkel die Trumpfkarte Leiharbeit so schnell nicht aus der Hand gibt und erst einmal dafür sorgt, dass, wenn weiteres Personal gebraucht wird, an die denkt die vor wenigen Monaten noch in die Transversgesllschaft abgeschoben worden sind. Ich wünsche mir jetzt, dass noch ein Teil der Produktion des Orlando in Bochum stattfindet.
18:12
Wieder Leute in den Frühruhestand gegangen? Auf unsere Kosten!
Sowas kann ich nur annehmen denn wer unter diesem Alter ist ,wird wohl kaum dies angenommen haben!
Auch schön das die 75 Leute von den Ämtern nichts in Anspruch genommen haben.Bekommt man ja vom Betriebsrat gerne mitgeteilt.Egal in welcher Firma!
Ich mochte noch nie Opel und hab zum Glück noch nie so einen alten Mist gekauft! Alte Technik wird hier immer noch als Hight Tec angepriesen.
Meine Meinung!!
@4
Es ist immer ziemlich billig, Probleme anderer Menschen zu bagatellisieren.
Schon mal mit den Stammis gesprochen bei Opel,was die von ihren Kollegen ,den Leiharbeitern halten?!
Die sind sicher nicht begeistert davon das die denen die Arbeit nehmen.So wird doch überall gedacht!!
Von mir aus können die alle die Kündigung bekommen-bedauerlich aber man nennt sowas heute Moderner Wandel.
Denkt mal an die vielen tausend Mitarbeiter von Krupp Rheinhausen.Ein Stahlwerk was tief schwarze Zahlenb schrieb-über Nacht geschlossen!!!
Wen hat es interessiert danach? Richtig....NIEMANDEN!!!
18:05
.
Ein großer Konzern hat versucht, den aus früh-kapitalistischen Tagen bekannten Status der Wanderarbeiter wieder einzuführen. Es gab Widerstände und hat nicht funktioniert. Man darf sich für die Betroffenen freuen, aber man muss auch davon ausgehen, dass es früher oder später erneut versucht werden wird.
18:00
Glückwunsch an die 75 Standfesten. Es ist schlimm, wenn Nieten in Nadelstreifen über Menschen entscheiden.Diese Manager sind einfach nur peinlich.