NRW will Modellregion für E-Autos werden
13.01.2012 | 16:18 Uhr 2012-01-13T16:18:00+0100
Düsseldorf. 43 Projekte, 120 Partner, 135 Millionen Euro Investitionen: Nordrhein-Westfalen will in Sachen Elektromobilität einen großen Schritt nach vorne machen und an der bundesweiten Ausschreibung „Schaufenster Elektromobilität“. In einem ersten Schritt sollen 1800 Elektroautos in NRW rollen.
NRW will Modellregion fürs Elektroauto werden. Das Land bewirbt sich mit Projekten im Umfang von 135 Millionen Euro an der bundesweiten Ausschreibung „Schaufenster Elektromobilität“. Im ersten Schritt sollen 1800 Elektroautos in NRW rollen.
„Wir haben ein herausragendes Interesse daran, NRW als modernes Automobilland zu stärken“, sagte Wirtschaftsminister Harry K. Voigtsberger (SPD) der WAZ. Die NRW-Liste für das 180-Millionen-Programm des Bundesverkehrsministers umfasst 43 Projekte mit 120 Partnern. Bei einem Zuschlag will NRW bis 2015 etwa 30 Millionen Euro zuschießen. Dabei sollen auf der „Route der Elektromobilität“ zwischen Aachen, Duisburg, Essen und Dortmund 1800 Elektrofahrzeuge
in Innenstadtzonen bei Pflegeunternehmen, im gewerblichen Warenverkehr und bei öffentlichen Institutionen zum Einsatz kommen. 1000 Autos sollen in Dortmund, Essen, Bochum und Köln rollen,
600 E-Ladesäulen
aufgestellt werden und Züge des Regionalexpress RE 1 mit Ladestationen für E-Fahrräder versehen werden.
Ford stellt 500 Elektro-Autos zur Verfügung
Nach Angaben Voigtsbergers stellt Ford 500 Fahrzeuge zur Verfügung. Opel will sich mit dem Modell Ampera engagieren. Verstärkt E-Autos nutzen wollen auch Caritas und Diakonie. Die Stadt Düsseldorf und die Stadtwerke wollen einen Pool für E-Fahrzeuge aufbauen, den auch Mitarbeiter und Unternehmen nutzen können. Die Hochschule Bochum will Rettungsdienste und Werkstätten für den Einsatz der E-Mobilität qualifizieren.
Mit der Bewerbung für die „Campusbahn“ in Aachen will NRW zudem das erweiterte Hochschulgelände für die Elektromobilität öffnen. Dabei sollen Bahn, Stadtbahn, Bus, Auto und Fahrrad integriert werden. Der Strom zur Ladung der Elektrofahrzeuge und dem Betrieb der Campusbahn soll durch regenerativ erzeugte Energie vor Ort bereitgestellt werden. Die Infrastruktur der Campusbahn soll genutzt werden, um Strom in die Oberleitung der Stadtbahn einzuspeisen. Voigtsberger sieht in den Projekten einen „Aufbruch in ein neues Zeitalter“, in dem aus erneuerbaren Energien erzeugte elektrische Energie der Träger der Mobilität ist.
10:56
E-Autos werden sich schon allein deshalb nicht durchsetzen können, weil eine regelmäßige Aufladung in Großstädten unmöglich ist.
Der Großteil der Menschen lebt dort in Miethäusern, ohne eigenen Stellplatz, die PKWs werden am Straßenrand abgestellt. Nicht nur das hunderttausende Ladestationen installiert werden müssten, es wäre garkein Platz dafür!
09:53
Wenn man in NRW ÖPNV kostenlos macht,
hat man mehr erreicht.
19:42
Wow 135 Millionen investieren für 1800 Autos, die vorzeigemässig herumkutschieren sollen. Das nenne ich mal eine Subventionsquote pro Fahrzeug.... Aber das Land NRW ist ja schuldenfrei und stinkereich nehme ich an.
Erinnert irgendwie schwer an die Magnetschwebebahn und andere Spitzenprojekte, die ins Nichts führen. Ein E-Auto ist nur etwas für reine Kurzstreckenfahrten in der Stadt - vorzugsweise, wenn es nicht kalt ist wegen der dann auftretenden Akku-Probleme. Von Folgekosten einer neuen Akkueinheit (= wirtschaftlicher Totalschaden), Entsorgung der Akkus oder Unfallsicherheit mal gar nicht zu reden.
Also sind E-Autos Zweit- oder Drittwagen für reiche Familien. Sorry, kann ich mir nicht leisten. Ich muss ein zuverlässiges Fortbewegungsmittel auch im Winter und auch für Langstrecken haben.
19:32
Merkwürdig, das die Fuhrparks der Bundes und Landesregierungen nicht aus E-Autos, sondern aus so genannten Fünf Liter Autos bestehen: Fünf Liter Hubraum...
17:07
E-Autos werden ein Flop bleiben. Es ist der falsche Weg.
Was wäre denn der richtige Weg...?
16:45
Mit wünschdirwas bewegt man kein Auto.
09:59
Die elektrische Energie aus Akkus ist nicht grenzenlos steigerbar. Genaugenommen ist da das Ende so ziemlich erreicht. Was mit den heutigen Akkus nicht geht, geht auch mit den Akkus in 100 Jahren nicht. Sie sind für viele Dinge brauchbar, zum Autofahren aber ziemlich sinnlos. Die Entsorgungsprobleme sind da noch gar nicht angesprochen.
Mit der Photovoltaik ist es nicht viel anders. Theoretisch könnte man deren Ausbeute noch etwa vervierfachen, aber mehr geht nun mal nicht. Dann sind sie aber genausowenig für die Energieversorgung nutzbar wie heute.
Es handelt sich um interessante Einzellösungen, aber kein brauchbares Konzept für die Masse. Für sowas Fördergelder verschwenden ist völlig falsch.
deshalb lieber für die Erdölindustrie - janee, isklar.
09:50
Wenn man hier manche Kommentare ließt, hätte auch der Verbrennungsmotor nie eingeführt werden dürfen.
Natürlich machen wir uns mit dem E-Auto mehr abhängig von den großen Stromversorgern, daher fördern sie das natürlich. Auf der anderen Seite sind wir jetzt von ausländischen Ölkonzernen abhängig, also ist das nun wirklich keine Verschlechterung.
Daher ist es auch verständlich, dass der Versuch in NRW statt findet, hier sitzen ja 2 der größten Stromversorger von Deutschland.
@erra68 Im Rettungsdienst werden sie schon drauf achten, dass die Batterien voll sind das schaffen sie beim Benzintank ja auch. Die Idee mit dem Notstromaggregat ist nicht so abwegig, schauen Sie sich mal das Konzept vom Ampera an.
Der Stromverbrauch wird natürlich leicht steigen (ich hatte mal was von 6% gelesen, wenn ganz Deutschland E-Auto fährt), aber da das nicht von heute auf Morgen passiert, kann man das in den Planungen berücksichtigen. Wichtig ist eben, dass die gesamte Energieversorgung auf regenerative Quellen umgestellt wird.
Das Deutschland dabei langfristig zum Stromimporteur wird ist schon abzusehen (Desertec, Wasserspeicher in Norwegen usw.).
@ bion Warum sollten E-Zapfsäulen anders behandelt werden als normale? Natürlich werden die Stromkonzerne damit profit machen wollen, genau wie die Ölkonzerne heute. Das nennt man Marktwirtschaft.
09:25
Besonders im Winter kommt Freude auf. Da der AKKU ohnehin durch die Kälte an Kapazität verliert nutzen wir die Restkapazität zum aufheizen des Autos.
09:14
@ meigusto
Ihr Kommentar erinnert mich an Hanns Dieter Hüsch:
"Der Niederrheiner weiß nicht kann aber alles erklären."
Was sind anständige Akkus? Sind die sich auf dem Markt befindlichen Akkus unanständig?