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Fahrbericht

Mercedes C 250 BlueEfficiency - Limousine in Avantgarde-Ausführung

23.08.2012 | 08:45 Uhr
Mercedes C 250 BlueEfficiency - Limousine in Avantgarde-Ausführung
Mercedes will mit der C-Klasse 250 BlueEfficiency auch der wohlhabenden Zielgruppe Sparen ermöglichen.Foto: dapd

Stuttgart.  Die C-Klasse ist der Bestseller unter den Mercedes-Modellen. Die Zielgruppe sind wohlhabende Menschen im gesetzten Alter. Doch auch diesen sogenannten Best-Agern will Mercedes mit dem C 250 BlueEfficiency Sparen ermöglichen - auf hohem Niveau.

Die Bezeichnung ist verwirrend: Mercedes C 250 BlueEfficiency. Doch statt eines 2,5-Liter-Motors verrichtet lediglich ein 1,8-Liter-Direkteinspritzer seinen Dienst. Den aber so bemerkenswert, dass man die Ziffer-Camouflage rasch vergisst. Unter den Mercedes-Modellen ist die C-Klasse der Bestseller.

Ein Fahrzeug dieses Typs symbolisiert wie kaum ein anderes bürgerlichen Wohlstand. Wer sich ihn leisten kann, muss nicht mehr jeden Euro umdrehen und befindet sich zumeist im gesetzten Alter. Best-Ager wird diese Zielgruppe von Marketingstrategen genannt und mit dem Modell C 250 BlueEfficiency wollen sie ihnen das Sparen auf hohem Niveau schmackhaft machen - in der Avantgarde-Ausführung gewürzt mit einer Prise Fahrdynamik und jugendlicherem Aussehen.

Der Reihen-Vierzylinder leistet standesgemäße 150 kw/204 PS und stellt zwischen 2.000 und 4.300 Umdrehungen pro Minute ein Drehmoment von 310 Newtonmeter bereit. Gepaart mit dem automatischen Siebengang-Getriebe ist so entspanntes Reisen garantiert, aber ebenso - auf Wunsch - dynamisches Vorwärtskommen. Zum guten Teil liegt dies am ausbalancierten Zusammenwirken von Federung und Dämpfung. Egal, welche Fahrweise jeweils bevorzugt wird, das gelungen abgestimmte Agility-Control-Fahrwerk, das die Kräfte der Stoßdämpfer je nach Fahrsituation regelt und Abrollkomfort bei maximaler Fahrsicherheit sicherstellt, arbeitet mit leicht sportlichem Touch und bügelt Fahrbahn-Gemeinheiten trotzdem komfortabel weg. Die Lenkung ist exzellent, erfreut mit austarierter Rückmeldung.

Erfreuliche Zurückhaltung an der Tankstelle

Wer sich besondere Sportlichkeit verkneift, wird auf der Verbrauchsanzeige rasch Werte um die Sieben-Liter-Marke entdecken. Solches Konsumverhalten war in dieser Leistungsklasse lange eher Dieselfahrzeugen vorbehalten. Da heißt es dann, den Kauf eines Selbstzünders sorgsam zu kalkulieren; zumeist geht die Rechnung wohl nur für Vielfahrer auf.

Im Innenraum der Mittelklasse-Limousine finden sich ringsum haptisch angenehme, unterschäumte Kunststoffe. Bei der Avantgarde-Variante sind Zierteile und Applikationen - wenn gewünscht - auf schwarzes Holz getrimmt. Die Sitze erweisen sich als äußerst bequem, nicht zu weich und mit einem sehr weiten Verstellbereich.

Optimierungsbedarf bei den Instrumenten

Bis auf ganz wenige Ausnahmen ist die Funktionalität vorbildlich, ebenso die Verarbeitungsqualität des gesamten Fahrzeugs. Lediglich den hell-hinterlegten Anzeige-Instrumenten mangelt es bei schwierigen Lichtverhältnissen oder wenn etwa eine Sonnenbrille getragen wird an Erkennbarkeit. Zeitgemäß stehen reichlich Assistenzsysteme zur Verfügung, die lange Zeit Oberklassenfahrzeugen vorbehalten waren. Die elektronischen Schutzengel regeln per Abstandstempomat die sichere Distanz zum Vordermann; der Totwinkel-Assistent nutzt Radar und überwacht den Bereich, der den Spiegeln verborgen bleibt; ein Bremsassistent baut in einer Notbremssituation situationsgerechten Bremsdruck auf.

Visitenkarte: Mercedes C-Klasse 250
Mercedes C-Klasse 250

Hersteller: Mercedes-Benz

Modell: C 250 Blue Efficiency Avantgarde

Motor: Vierzylinder-Ottomotor

Hubraum: 1.796 ccm

Leistung: 150 kW/204 PS

Drehmoment: 310 Nm/2.000-4.300 U/min

Von 0 auf 100 km/h: 7,2 Sek.

Höchstgeschw.: 240 km/h

Verbrauch: 6,9 l/100 km

CO2-Ausstoss: 150 g/km

Kofferraum: 475 l

Versicherung: HP 19/TK 22/VK 26

Grundpreis: 39.716,25 Euro

Preis der Testversion: 56.691,60 Euro

*Herstellerangaben (dapd)

Hohe aktive und passive Sicherheit also - auf solchem Niveau war die C-Klasse nie zuvor. Auf gehobenem Niveau, der angepeilten Käuferschicht entsprechend, bewegen sich auch die Preise. Wer statt des Basispreises von rund 39.700 Euro gut 17.000 Euro mehr ausgibt (Preis der Testversion: 56.691,25 Euro), offenbart sich dabei als ein Käufer, der noch längst nicht allen Verlockungen der umfangreichen Mehrausstattungsmöglichkeit erlegen ist. (dapd)



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