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Mensch und Maschine sollten auf Motorradsaison gut vorbereitet sein

22.03.2011 | 08:05 Uhr
Mensch und Maschine sollten auf Motorradsaison gut vorbereitet sein
Bremsübungen und das Gefühl für das Motorrad sollten auf einem Übungsplatz wieder aufgebaut werden.

München.  Bevor die Motorradfahrer in die neue Saison starten, sollten sie sich und ihre Maschine richtig fit machen. Experten warnen vor Rollsplitt und Straßenschäden. Sie erläutern, was bei der Vorbereitung für Mensch und Maschine zu beachten ist.

Die Zahl "04" rechts oben auf dem Saisonkennzeichen markiert zum April für viele Motorradfahrer den Start in die Biker-Frühling. Doch vor der ersten Fahrt stehen Checks für Mensch und Maschine an. "Damit der erste Ausflug nicht im Straßengraben endet, sollte man sich erst wieder mit dem Motorrad vertraut machen", empfiehlt Heike Stretz vom Allianz Zentrum für Technik (AZT) in München.

Bremsübungen und das Gefühl für die Maschine können beispielsweise auf einem Übungsplatz wieder aufgebaut werden. "Grundsätzlich", mahnt die Sicherheitsexpertin, "sollte man langsam anfangen und zunächst kürzere Touren planen, denn Motorradfahren ist auch eine Frage der Kondition."

Vorsicht vor Winterschäden

Doch nicht nur die körperliche Kondition sollte ins Kalkül gezogen werden. Der Leiter der Abteilung Auto und Verkehr beim Auto Club Europa (ACE), Gert Schleichert, sagt: "Der harte Winter hat auch den Straßen zugesetzt und entsprechend sind die gespickt mit Schlaglöchern." An den Fahrbahnrändern und in Kurven werde die Sicherheit der Biker zudem durch Rollsplitt und Unebenheiten im Straßenbelag beeinträchtigt.

Bevor es auf die Piste geht, rät Hans-Ulrich Sander, Motorrad-Experte bei TÜV Rheinland, zu einer peniblen Überprüfung des Bikes. "Überlebenswichtig ist der einwandfreie Zustand von Reifen und Bremsen", sagt der passionierte Motorradfahrer. So sollte das Profil der Gummis deutlich über den gesetzlichen Mindestanforderungen (1,6 Millimeter) liegen.

Reifen und Bremsen prüfen

Der Zustand der Pneus lässt sich am besten bei aufgebockter Maschine untersuchen. Dabei die Räder langsam von Hand drehen und nachsehen, ob Risse, poröse Stellen oder eingefahrene Gegenstände einen Wechsel notwendig machen. "Fabrikneue Reifen müssen in der Regel vorsichtig eingefahren werden, bis sie genügend Grip aufgebaut haben", sagt Sander. Wichtig für die Fahrstabilität sei auch, den korrekten Luftdruck am kalten Reifen zu kontrollieren.

Eine zentrale Bedeutung kommt der Bremsanlage zu. TÜV-Fachmann Sander rät: "Die Bremsscheiben nach der Winterpause mit speziellen Reinigern aus dem Fachhandel säubern. Außerdem Beläge und Klötze auf ausreichende Stärke kontrollieren. Bei Trommelbremsen zeigt eine Skala am Gehäuse an, ob die Belagstärke noch in Ordnung ist."

Ölstand kontrollieren

Bremsflüssigkeit unterliegt aufgrund ihrer Zusammensetzung einem Alterungsprozess und sollte alle zwei Jahre gewechselt werden. Wer sie länger nutzt, kann im Ernstfall Bremsprobleme bekommen. Die Bremsleitungen und -schläuche müssen dicht sein und dürfen keine Risse oder Scheuerstellen aufweisen.

Die Antriebskette muss stets mit ausreichend Schmierstoff versorgt sein. Auch auf die richtige Spannung ist zu achten. Dabei gilt die Faustregel: Die Kette sollte sich rund zwei Fingerbreit auf und ab bewegen lassen. Schließlich sollte noch der Stand von Motorenöl und - sofern vorhanden - Kardanöl geprüft werden und bei Bedarf dieses nachfüllen. Vor dem Start muss auch die Batterie aufgeladen, beim Einbau zuerst den Pluspol, dann den Minuspol anschließen. Zu guter Letzt sollte die Funktion von Blinker, Licht und Hupe geprüft werden.

Unfallrisiko zehn Mal höher als bei Auofahrern

Nach den Beobachtungen der Fachleute und der Polizei vernachlässigen immer wieder Motorradfahrer die Anforderungen an eine sichere Montur. Der Schutzhelm allein genügt nicht. Spezielle Jacken und Hosen beispielsweise Kombinationen mit Protektoren gehören zur persönlichen Sicherheit ebenso dazu wie Motorradstiefel und wärmende Unterbekleidung inklusive Nierenschutz.

Jeder fünfte Biker erlebt nach Angaben des ACE mindestens einen Zusammenstoß oder Sturz pro Jahr. An Wochenenden häufen sich folgenschwere Motorradunfälle in der Zeit von 14.00 bis 16.00 Uhr, an Werktagen verschiebt sich die Unfallspitze um etwa zwei Stunden in den späteren Nachmittag.

"Im Vergleich zu Autofahrern sind Motorradfahrer einem zehn Mal höheren Unfallrisiko ausgesetzt", sagt ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner. Das Risiko, mit dem Motorrad tödlich zu verunglücken, sei pro Kilometer sogar 20-mal höher als in einem Auto. (dapd)

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Kommentare
29.03.2011
21:26
Mensch und Maschine sollten auf Motorradsaison gut vorbereitet sein
von renntier | #2

Ich kann nur sagen fahrt in die Niederlande, einfach geil auf keiner Straße ein Schlagloch , ich wohne in Duisburg und bin nach ca, 40 km auf Deutscher holpriger Autobahn in Venlo und dann ist das Fahren reinste Sahne. Einfach geil. Aber leider muß ich dann die 40 km zurück auf der BAB 42 Schlagloch über Schlagloch , einfach pervers.

29.03.2011
11:18
Mensch und Maschine sollten auf Motorradsaison gut vorbereitet sein
von bernd1961 | #1

????? Saison? ich fahr schon wieder seit 3 Wochen und bin auch schon im Februar gefahren. Habs net mehr ausgehalten.

Alles Lavendelbiker halt....

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