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„Mein ganzer Stolz starb den frühen Motortod“

29.12.2011 | 10:55 Uhr
„Mein ganzer Stolz starb den frühen Motortod“
Leonhard Noreika aus Sprockhövel und seine Liebsten: Ehefrau mit Weltkugel-Ford im Jahr 1960.

„Es war das Jahr 1960. Ich hatte gerade mit 19 Jahren meinen Führerschein gemacht. Ein Verwandter verkaufte mir seinen Ford Taunus M12, Baujahr 53. Auf das Auto war ich sehr stolz, obwohl es schon etwas lädiert war.

„Es war das Jahr 1960. Ich hatte gerade mit 19 Jahren meinen Führerschein gemacht. Ein Verwandter verkaufte mir seinen Ford Taunus M12, Baujahr 53. Auf das Auto war ich sehr stolz, obwohl es schon etwas lädiert war.

Ich lernte in diesem Jahr meine jetzige Frau kennen. Wir erkundeten mit diesem Fahrzeug das gesamte Ruhrgebiet. Ein Jahr später machten wir uns auf den Weg zu Verwandten in den Schwarzwald. In der Nähe von Frankfurt fing mein ganzer Stolz plötzlich an, sehr stark zu qualmen. An der nächsten Tankstelle wurde mir dann mitgeteilt, dass gar kein Öl mehr vorhanden war und der Motor einen Totalschaden hat.

Da der Motor noch lief, wollte ich einfach nicht glauben, dass es schon das Ende gewesen sein sollte. Nach einem Stoßgebet zum Himmel und einem 20-Liter-Kanister Altöl fuhren wir weiter zu den Verwandten nach Kehl im Schwarzwald. Je ca. 100 Kilome­ter fraß der Motor dann zwei bis drei Liter Altöl.

Mit Grauen dachte ich an die Rückfahrt, die mir dann auch gelang. Nach Ausladen der Koffer stellte ich beim Startversuch fest, das mein geliebtes Auto endgültig den Geist aufgegeben hat. Es endete dann auf dem Autofriedhof.“

Leonhard Noreika

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