Kuss im Auto führt zu Verantwortung für schweren Unfall
18.07.2012 | 05:45 Uhr 2012-07-18T05:45:00+0200
Saarbrücken. Baut ein Autofahrer einen Unfall, weil er die Beifahrerin küsst, trägt er allein die Verantwortung für die eventuellen Unfallfolgen. Das haben Richter des Saarbrücker Landgerichts entschieden.
Küsst ein Autofahrer während der Autofahrt die Beifahrerin, trägt er für die eventuellen Unfallfolgen die alleinige Schuld. Selbst dann, wenn das Unfallopfer im geschädigten Fahrzeug nicht angeschnallt war. Dies haben Richter am Landgericht Saarbrücken entschieden (Az.: 5 O 17/11).
Sie verhandelten den Fall eines Golf-Fahrers, der beim Küssen mit Tempo 70 auf die Gegenfahrbahn steuerte. Nach dem Frontalzusammenstoß mit einem Fahrzeug wurde die schwangere Fahrerin schwer verletzt, nach der Geburt ihres Kindes starb sie. In der Unfallanalyse stellten Gutachter fest, dass der Golf-Fahrer schon zuvor an einer Ampel die Beifahrerin küsste und dabei fast einen Unfall verursachte.
Nach Ansicht der Richter wiegt sein gesamtes Verhalten so schwer, dass eine Mitschuld der nicht angeschnallten Schwangeren 'vollständig in den Hintergrund gerät'. Jetzt muss der Golf-Fahrer rund 1.200 Euro Unterhalt monatlich für das Kind zahlen. (mid)
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Das wird er nie und nimmer zahlen, können. Sein Selbstbehalt liegt bei 1050€ und wenn dann noch etwas übrig bleiben sollte wird das restliche Geld als Unterhalt überwiesen. Aber, warum überhaupt so viel, 1200€. Hartz 4 Kinder bekommen für sich nur einen Bruchteil der Summe. Gibt es hier wieder einmal eine 2 Klassen Gesellschaft oder wie ist der Unterhalt zustande gekommen?!