Kia will mit neuem "cee'd" die Golf-Klasse angreifen

Eleganter als der erfolgreiche Vorgänger: der neuer Kia cee'd.
Eleganter als der erfolgreiche Vorgänger: der neuer Kia cee'd.
Was wir bereits wissen
Der neue Kia cee'd kommt als Fünftürer, komplett überarbeitet und einem sichtbar moderneren Design. Der Einstiegspreis von 13.990 Euro ist dabei eine klare Kampfansage an die Konkurrenz. Denn auch, wenn Kia es nicht offen ausspricht, so ist das neue Modell vor allem ein Angriff auf die Golf-Klasse.

Essen.. Das Wachstum scheint keine Grenzen zu kennen. Kia hat sich zusammen mit seiner Mutter Hyundai mittlerweile zum fünftgrößten Autobauer weltweit gemausert. Wenn man bedenkt, wie beide einst beim Eintritt in den europäischen Markt noch müde belächelt worden sind, ist das eine echte Erfolgsstory. Zumal – und das ist die wirklich gute Nachricht für die Autofahrer – die Fahrzeuge enorm an Qualität zugelegt haben. Die Südkoreaner haben ihre Hausaufgaben erledigt, haben stets aus ihren Fehlern gelernt.

Wie es sich für gute Herausforderer gehört, werden Platzhirsche in ihrem Kerngeschäft attackiert. Folglich greift Kia mit dem neuen cee’d auch Volkswagen in der umkämpften Golf-Klasse an – natürlich ohne das offen zu kommunizieren. Das Zeug dafür bringt koreanische Kompakte jedenfalls mit. Der neue cee’d startet heute als Fünftürer, komplett überarbeitet. Am 1. September folgt der Kombi, ehe im kommenden Frühjahr der Dreitürer die Modellpalette beendet.

Modernere Optik

Was ist neu in der zweiten Generation? Der cee’d bekam von Chefdesigner Peter Schreyer eine modernere Optik verpasst. Zudem prangt das Kia-Logo nun nicht mehr im Kühlergrill, sondern auf der Motorhaube. Ebenfalls neu sind die fünf Zentimeter, um die der cee’d zulegen konnte, der um 40 Liter auf nun 380 Liter gewachsene Gepäckraum sowie neue Assistenten wie Spurhalter, Xenon und Abbiegelicht. Pfiffig: der neue Ionen-Generator, der für eine bessere Luft zu sorgen hat.

In Summe stehen vier Motoren zur Verfügung: zwei Benziner und zwei Selbstzünder. Der beliebteste Antrieb dürfte der 100 PS starke 1,4-Liter-Benziner werden. Nicht ohne Grund: Er bringt ausreichend Kraft auf die Straße, ist laufruhig und begnügt sich mit tolerierbaren 5,8 Litern auf 100 Kilometern. Wer’s zügig mag, kann bis Tempo 182 beschleunigen. Voller Stolz sagt Martin van Vugt, Geschäftsführer von Kia in Deutschland: „Wir sind keine Billigmarke mehr, sondern ein preiswerter Volumenhersteller.“

Kampfansage an die Konkurrenz

Was billig ist, macht Dacia vor. Teuer ist der cee’d dennoch nicht. Kostete das alte Modell noch 14.430 Euro in der Grundausstattung, so sind 13.990 Euro (gilt bis Ende September) eine klare Kampfansage an die Konkurrenz. Zu verschenken hat aber auch Kia nichts. Van Vugt: „Autos zu verkaufen ist nicht schwer, Geld zu verdienen dagegen schon.“

Von der ersten Generation konnten die Koreaner übrigens mehr als 630.000 Stück loswerden. Vom neuen, ausschließlich im slowakischen Zilina produzierten Modell sollen mindest ebenso viele abgesetzt werden. Denn Kia will weiter wachsen.