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Gutachter fordern pro Autofahrer 465 Euro Maut jährlich

05.04.2013 | 16:26 Uhr
Gutachter fordern pro Autofahrer 465 Euro Maut jährlich
Autos fahren unter einer Mautbrücke über der Autobahn A5 bei Frankfurt am Main durch. Vielleicht gibt es solche Mautstationen bald überall in Deutschland.Foto: AP

Stuttgart.  Um Fernstraßen finanzieren zu können, sollen Autofahrer vielleicht bald Maut bezahlen. Zurzeit fehlen 5,6 Milliarden Euro. Gutachter des baden-württembergischen Industrie- und Handelskammertags schlagen 227 Euro Maut für Autobahnen vor. Später, wenn Bundesstraßen folgen, sollen es 465 Euro sein.

Zur künftigen Finanzierung von Fernstraßen in Deutschland sollten Autofahrer laut einem Gutachten des baden-württembergischen Industrie- und Handelskammertags (BWIHK) stärker zur Kasse gebeten werden. Dabei seien Gebühren auf Autobahnen durch Vignetten oder eine Maut am erfolgversprechendsten.

Mit einer Finanzierungslücke von derzeit 5,6 Milliarden Euro jährlich, seien Fernstraßen "dramatisch unterfinanziert", so Gerhard Vogel, Präsident der IHK Rhein-Neckar.

Das Gutachten des BWIHK entstand in Kooperation mit der Hochschule Heilbronn und der Fachhochschule Worms. In der Studie heißt es, dass zur Finanzierung der Fernstraßen zwar auch eine Erhöhung der Energie- oder Kfz-Steuer theoretisch denkbar sei.

Zunächst könnte die Maut 227 Euro pro Jahr kosten

Diese Steuern seien aber schon bislang nie vollständig in den Straßenverkehr zurückgeflossen. Zudem würden ausländische Autofahrer bei einer Erhöhung der Kfz-Steuer auch künftig nicht in die Finanzierung der Straßen miteinbezogen.

Das Gutachten schlägt zunächst eine Pkw-Vignette für das Autobahnnetz vor, um kurzfristig an die benötigten finanziellen Mittel zu gelangen. Diese könnte den Berechnungen zufolge bis zu 227 Euro pro Jahr kosten.

Längerfristig wäre Umstellung auf Autobahnen und Bundesstraßen denkbar

Längerfristig sei jedoch eine Umstellung auf eine Maut denkbar, die dann auf Autobahnen sowie wichtigen Bundesstraßen gelten und Vielfahrer bis zu 465 Euro im Jahr kosten würde. Nur so ist laut Gutachten eine ausreichende und dauerhaft verlässliche Finanzierung der Fernstraßen möglich.

Für die Autofahrer würde Vignette oder Maut eine zusätzliche finanzielle Belastung bedeuten. Professor Tobias Bernecker war für die Hochschule Heilbronn an dem Gutachten tätig. Er sagte: "Die Leidensfähigkeit der Autofahrer ist an einer bestimmten Grenze angelangt."

Gerade deswegen sei eine zweckgebundene Verwendung des eingenommenen Geldes wichtig. Wenn die Autofahrer sehen würden, dass mit den Geldern der Zustand der Straßen verbessert werde, seien sie eher bereit, mehr zu bezahlen. (dapd)



Kommentare
11.04.2013
09:17
Gutachter fordern pro Autofahrer 465 Euro Maut jährlich
von mar.go | #45

KfZ-Steuer, Energiesteuer, Mineralölsteuer, Ökosteuer und Wasweißich-Steuer, damit kommt natürlich keinesfalls aus. Der dumme deutsche Michel zahlt ja!
Wie wäre es denn lieber Freunde in der Politik, wenn ausschließlich ausländische Fahrzeuge zur Kasse gebeten würden? Wir liegen so ziemlich in der Mitte Europas, da käme allerhand zusammen.

10.04.2013
21:30
Gutachter fordern pro Autofahrer 465 Euro Maut jährlich
von berni44 | #44

Die Rechtsstaatsdiktatur wird es schon machen. Die Bananenrepublik Deutschland lässt
grüßen.
Die Deutsche Machtclique wird es schon richten, dass weiter ihre üppigen Gehälter und Pensionen fliessen. Oder auch zusätzliche private Wohltaten für den ein oder anderen
in ihre Taschen kommen.
Das Steueraufkommen aus dem Kraftfahrwesen und LKw Mautsystem reicht für die Strassen aus.
Wenn man diese Einnahmen nicht für was anderes ausgegeben hätte, könnte man
die Strassen vergolden.
Durch solche Gefälligkeitsgutachen sollen die Bürger vorbereitet werden, dass die von der Regierung die Milliarenbürgschaften für das Ausland fällig werden.
Bürger aufpassen, Lassen sie sich nicht veräppeln.

Hoffentlich entsteht durch so etwas nich tmal eine Revolution wie in der DDR.
Änderungen im System können nur durch Gewalt entstehen niemals von der
Deutschen Führungsschicht.

10.04.2013
16:19
Gutachter fordern pro Autofahrer 465 Euro Maut jährlich
von mensch05 | #43

Gegen ein paar Euro Maut habe ich nichts.

Wenn dabei nicht nur der direkte Straßenzustand verbessert würde und nicht nur die hygienischen Zustände vieler Autobahnklos, sondern vor Allem die Sauberkeit entlang der Fahrbahnen in den Straßengräben und besonders die Sauberkeit der Auf- und Abfahrten sich verbessern würde.

08.04.2013
09:20
Und wie sie alle jammern
von IRGendwer81 | #42

"Steuern sind Geldleistungen, die nicht eine Gegenleistung für eine besondere Leistung darstellen ... bei denen der Tatbestand zutrifft, an den das Gesetz die Leistungspflicht knüpft" §1 AO
heißt, Steuern welcher Art auch immer ( Kfz, Öko, Energie,...) müssen nicht für die Straßen genommen werden, sondern fließen in den Gesamthaushalt und weden nach Schlüsseln verteilt.
Eine Maut hingegen für eine Gegenleistung die man in Ansprunch nimmt und somit zweckgebunden.
Deswegen ist eine Entlastung über die Kfz-Steuer nicht möglich; man würde Apfel mit Birnen vergleichen. Einzige Möglichkeit ist der Lohnsteuerjahresausgleich.

Zahlen werden wir es am Ende trotzdem.

07.04.2013
11:48
Gutachter fordern pro Autofahrer 465 Euro Maut jährlich
von Pit01 | #41

So lange der öffentliche Personen Nahverkehr so unattraktiv ist wird man wohl kaum auf das Auto verzichten wollen bzw. können. Doch eine Maut würde dem Konsum erheblich schaden, denn den Euro kann ich nur einmal ausgeben. Ausserdem zweifele ich stark an, dass das Geld in den Strassenbau gesteckt würde.

07.04.2013
11:45
Gutachter fordern pro Autofahrer 465 Euro Maut jährlich
von Rike57 | #40

Jaaa, zurück ins Mittelalter! Wo sind die Pferde?
1 PS...eine sehr interessante Art zu Reisen...und viel billiger als Benzin und Diesel, zudem Umweldfreundlich...wenn man mal von Pupser absieht! ;-))
Wie wäre es noch mit Brückenzoll, auch die müssen ja in Schuß gehalten werden?!
Privatwege...Wegzoll...Tolle Ideen!

SAGT MAL, GEHTS NOCH?
Ich würde ein Europa-Autobahnen-Rettungspaket vorschlagen! Es fahren sowieso alle Nationen Europas über unsere Autobahnen!!!! ;-)))

07.04.2013
02:19
Gutachter fordern pro Autofahrer 465 Euro Maut jährlich
von Doom13 | #39

Joa so werden alternative Mittel zunehmend interessanter..

06.04.2013
15:44
Gutachter fordern pro Autofahrer 465 Euro Maut jährlich
von ZWIELICHT | #38

HALLO !!! Wenn die Gutachter das heraus gefunden haben, dann bedeutet das ja nichts anderes als wie das es bald weniger Autos auf den Straßen geben wird. Geringverdiener werden so enteignet. Wenn Die Welt-Gesundheits-Behörde den Hunger auf der Welt bekämpft, dann dezimiert sie halt die Bevölkerung. Und wenn es die Rente erst mit 67 geben soll, dann gehen wir halt früher aber mit weniger Rente in den Ruhestand. Hört sich doch besser an wie "Rentenkürzungen" oder ? Der Pöbel gehört halt nicht auf die Straßen von Deutschland! +++Glück+++Auf+++

06.04.2013
15:03
Gutachter fordern pro Autofahrer 465 Euro Maut jährlich
von ferdi23 | #37

Früher fürchteten die Reisenden sich vor Raubrittern, demnächst vor toll collect.

1 Antwort
Gutachter fordern pro Autofahrer 465 Euro Maut jährlich
von Doom13 | #37-1

Raubritter haben wir doch immer noch, nur nicht mehr mit Lanzen zu Pferde...

06.04.2013
13:41
Gute Idee und Radfahrer sollten auch Nummerschilder bekommen und natürlich auch
von BrettBumms | #36

eine Citymaut von - sagen wir mal 1 € pro Tag - bezahlen.

Endlich freie Straßen, frei Autobahnen und morgens keine Staus mehr. Herrlich, ich unterstütze diese Idee vorbehaltlos!

2 Antworten
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #36-1

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

Gutachter fordern pro Autofahrer 465 Euro Maut jährlich
von Catman55 | #36-2

Und Autofahrer, die aufs Rad umsteigen sollten belohnt werden. Z.B. durch eine entsprechende Kilometerpauschale...

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