Gumpert insolvent - Kein Markterfolg in China

Altenburg. Der legendäre Sportwagenhersteller ist am Ende: Gumpert hat beim Amtsgericht Gera die Einleitung eines Insolvenzverfahren beantragt. Grund für die Pleite ist vor allem der ausgebliebene Erfolg auf dem chinesischen Markt.

Die Gumpert Sportwagenmanufaktur GmbH ist insolvent. Wie das Unternehmen mitteilte, konnten "die geplanten Verkäufe auf dem Hauptabsatzmarkt China nicht realisiert werden." Von der Insolvenz sind 30 Mitarbeiter betroffen. Das Unternehmen wurde im Jahr 2004 gegründet.

Gumpert ist besonders für seinen Supersportwagen Apollo bekannt. Erst kürzlich stellte der Hersteller mit dem Apollo R noch eine 860 PS starke Rennversion des Autos vor. Dabei zielte das Unternehmen vor allem auf den asiatischen Markt. Als der leistungsstärkste Sportwagen mit Straßenzulassung von Gumpert gilt der Apollo Enraged. Er leistet mit seinem 4,2-Liter-Biturbo-V8 780 PS.

Doch noch scheint nicht alles verloren. Der Insolvenzverwalter des Unternehmens, Görge Scheid, sieht die Sanierungschancen von Gumpert als sehr günstig: "Erste Gespräche mit potenziellen Investoren laufen bereits in dieser Woche." Vor allem dank der exklusiven Fangemeinde des Apollo in Deutschland und Europa sehe er Chancen, den hiesigen Markt zu reaktivieren.