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Gepäck für den Winterurlaub sicher verstauen

14.01.2013 | 07:15 Uhr

Winterurlauber sollten vor Beginn der Autofahrt einen kritischen Blick auf und in ihr Fahrzeug werfen, ob auch das Gepäck sicher verstaut ist. Erfahrungsgemäß wird für den Trip in winterliche Gefilde viel Gepäck in den Kofferraum des Autos gehievt und dies mitunter reichlich unüberlegt.

München (dapd). Winterurlauber sollten vor Beginn der Autofahrt einen kritischen Blick auf und in ihr Fahrzeug werfen, ob auch das Gepäck sicher verstaut ist. Erfahrungsgemäß wird für den Trip in winterliche Gefilde viel Gepäck in den Kofferraum des Autos gehievt und dies mitunter reichlich unüberlegt. "Da liegen dann schwere Skistiefel oben auf den Koffern, und beim ersten heftigen Bremsen fliegen die quer durch das Auto", wundert sich Vincenzo Luca vom TÜV Süd in München immer wieder über Unachtsamkeit beim Packen oder schlichten Leichtsinn.

"Wenn sperrige, spitze oder schwere Gegenstände nicht oder unzureichend gesichert im Fahrzeug transportiert werden, kann das fatale Folgen haben", warnt Steffan Kerbl, Techniker beim österreichischen Autoclub ÖAMTC und verweist auf einen Crashtest des Autoclubs. Dabei zeigte sich, dass ein Skischuh mit 2,5 Kilogramm bei einem Frontalcrash mit 50 Kilometern pro Stunde zu einem 75-Kilogramm-Geschoss werden kann.

Skier und Snowboard am besten in die Dachbox

"Sperrige Fracht wie Skier oder Snowboards am besten in einer Dachbox unterbringen, wenn im Fahrzeug kein Platz ist", empfiehlt Hans-Ulrich Sander, Kraftfahrtexperte beim TÜV Rheinland in Köln. Das Gepäck sollte dabei mit Spanngurten gesichert werden, um zu verhindern, dass es bei extremen Verkehrssituationen aus der Box herausschieße.

Ein aufgerollter Schlafsack oder eine Decke in der Spitze verringere zudem das Risiko von Beschädigungen durch Verrutschen von empfindlichem Frachtgut bei Bremsmanövern. "Nach etwa 50 Kilometern Fahrt nochmals die Befestigung der Box am Fahrzeug checken und gegebenenfalls nachziehen", empfiehlt der Fachmann zudem.

Durch das Platzieren schwerer Gegenstände so tief wie möglich im Fahrzeug bleibe der ideale Schwerpunkt des Fahrzeugs weitestgehend erhalten, und man vermeide, dass die Fuhre instabil werde. Ein absolutes Tabu sei es, Gegenstände auf der Hutablage zu deponieren. "Dort werden sie schon bei leichten Bremsmanövern oder gar Auffahrunfällen zu gefährlichen Geschossen", warnt Sander.

Schweres Gepäck verändert das Fahrverhalten

Bei schwerer Beladung ändert sich grundsätzlich das Fahrverhalten eines Autos. Beim Bremsen, Beschleunigen und in Kurven reagiert es dann ungewohnt. Bremsproben etwa auf einem Parkplatz helfen erfahrungsgemäß, sich unter anderem an den längeren Bremsweg zu gewöhnen, und auch auf das veränderte Fahrverhalten bei höheren Geschwindigkeiten muss man sich erst einstellen.

Dem höheren Gewicht sollte auch der Luftdruck der Reifen angepasst werden. Die korrekten Werte dazu finden sich bei den meisten Pkw im Tankdeckel, auf dem Holm der Fahrertür, in der Bedienungsanleitung oder sie können über Reifenhändler erfragt werden.

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