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Betrug beim Autokauf

Vorsicht vor Tacho-Manipulation beim Gebrauchtwagenkauf

27.09.2012 | 16:06 Uhr

Essen. In Deutschland ist Schätzungen zufolge fast jeder dritte Gebrauchtwagen von einer Tacho-Manipulation betroffen. Mit dem gesetzlich verbotenen Eingriff versuchen kriminelle Händler, den Kaufpreis zu erhöhen. Ein paar Tipps können helfen, den Betrug aufzudecken.



Die Laufleistung ist beim Gebrauchtwagenkauf ein wichtiger Faktor für Kunden. Ist der Kilometerstand durch einen illegalen Eingriff verfälscht worden, führt dies im Durchschnitt laut ADAC zu einer Steigerung des Fahrzeugwerts von bis zu 3.000 Euro. Die Tacho-Manipulation wird durch legal erhältliche Geräte ermöglicht, die über eine spezielle Software verfügen: Innerhalb von rund 30 Sekunden lassen sich die Kilometerstand-Anzeigen in Fahrzeugen auf einen beliebigen Wert verändern.

Die Alarmglocken sollten bei privaten Gebrauchtwagenkäufern vor allem dann läuten, wenn das Fahrzeug im Verhältnis zu seinem Alter eine niedrige Laufleistung vorweist. Prüfen Sie in so einem Fall, ob der Zustand des Wagens tatsächlich mit dem geringen Kilometerstand korreliert. Sollte das Fahrzeug bei einem gleichzeitig niedrigen Kilometerstand beispielsweise abgenutzte Türdichtungen oder fransige Sitzpolster besitzen, ist Vorsicht angebracht.

Eine Tacho-Manipulation lässt sich vor allem dann aufdecken, wenn Sie die Reparatur-Rechnungen und Berichte der Abgasuntersuchung beziehungsweise des TÜV lesen. Auch Vermerke im Inspektionsheft und Ölwechsel-Anhänger können Aufschluss geben: Wenn Sie eine Eintragung finden, die besagt, dass der nächste Ölwechsel in 180.000 Kilometern fällig sei, der Wagen aber bislang nur 100.000 Kilometer auf der Anzeige stehen hat, dann sollten Sie stutzig werden. Ein Ölwechsel wird in der Regel nämlich spätestens alle 30.000 Kilometer fällig, berichtet der ADAC.

sw

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Kommentare
30.09.2012
09:21
Nutzt nichts ...
von Partik | #1

Ok, wenn da ein Betrüger den Tacho von 300.000km auf 50.000km runter dreht, kann man das sicher erkennen. Aber bei einem Vielfahrer-Wagen, der in drei Jahren 150.000km auf der Autobahn abgespult hat, ist das nahezu unmöglich. Der Wagen sieht nach einer Grundreinigung durchaus nach 50.000km aus.

Ölzettel - so blöd ist nun wirklich schon lange kein Betrüger mehr, dass der den letzten Ölzettel mit dem höheren Kilometerstand im Motorraum hängen lässt, oder das Inspektionsheft nicht mitfälscht. Ausgefranste Sitze kommen auch eher nur bei extrem genutzten Autos vor.

Die TÜV-Berichte sind auch nur bei sehr alten Autos, und nur eingeschränkt nutzbar. Ein Berufspendler, der die Kilometer nach zwei Jahren Pendeln auf "Zweitwagen" runterdreht, kann da ohne Probleme auch zigtausende Kilometer rausholen.

Der Normalbürger kann sich eigentlich gar nicht davor schützen, außer zu einem seriösen Fachhändler zu gehen, der einen von ihm verkauften Neuwagen auch wieder in Zahlung genommen hat.

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