Fahrradticket im VRR könnte deutlich teurer werden

Essen.. Die Fahrradmitnahme im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr könnte ab 2012 zum teuren Vergnügen werden. Bis zu 3,50 Euro soll ein Zusatzticket dann kosten. Pro Fahrt. Bislang waren pauschal 2,60 Euro fällig. Der Grund ist die neu eingeführte Preisstufe E.

Die Fahrradmitnahme im Nahverkehr soll ab Januar 2012 im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr deutlich teurer werden. Der Verwaltungsrat des VRR stimmt am Dienstag über die Umstrukturierungen zum Jahreswechsel ab. Neben dem Sozialticket steht auch die Neueinführung der Preisstufe E auf der Tagesordnung.

Wie berichtet hat der VRR mit der Verkehrsgemeinschaft Niederrhein (VGN) eine Tarifgemeinschaft gebildet. Durch die Erweiterung sollen viele Kunden demnächst für lange Fahrten mehr bezahlen. Das kann zum Beispiel die Strecke von Dortmund nach Düsseldorf betreffen.

Auch Zusatzticket für erste Klasse betroffen

Jetzt wird bekannt, dass sogar die Fahrradmitnahme teurer werden soll. Bis zu 3,50 Euro müssten die Kunden dann zusätzlich für ihr Rad bezahlen. Pro Fahrt. Bislang lagen die Kosten pauschal bei 2,60 Euro. Das gleiche gilt auch für die Nutzung der ersten Klasse in Zügen.

Eine gute Nachricht gibt es nur für Kunden der Preisklasse A. Das Zusatzticket wird günstiger als bisher angeboten. Für ein Rad zahlen die Bahnfahrer 2,40 Euro. „Wie immer tragen wir mit den Preiserhöhungen den steigenden Fixkosten Rechnung und sind bemüht, einen Ausgleich zwischen Kundenakzeptanz und Tarifergiebigkeit zu finden“, erklärt ein VRR-Sprecher dazu.

Die stattliche Preissteigerung für die Fahrradmitnahme sieht der Fahrgastverband Pro Bahn differenziert. „Letztendlich sind die Kosten eine politische Endscheidung“, betont Bundesvorsitzender Karl-Peter Naumann. Das Land entscheide schließlich, wie viel Geld zur Verfügung gestellt wird. Wenn nicht genügend Wagen finanziert werden, müsse der Verkehrsverbund über die Kosten steuern. „Einige Landkreise zahlen sogar dafür, dass Räder umsonst mitgenommen werden können“, weiß Naumann. „Diese Forderung muss an die Landesregierung gestellt werden.“