Renault Clio Fahrbericht - Moderner und frischer
20.09.2012 | 12:49 Uhr 2012-09-20T12:49:09+0200Essen. Der neue Renault Clio 2012 ist das erste Modell der französischen Marke, das die aufgefrischte Designlinie präsentiert. Der Fahrbericht zeigt, dass der Kleinwagen in der mittlerweile vierten Generation wesentlich moderner und exklusiver als seine Vorgänger ist.
Die frische Optik hat der Renault Clio dem Designchef Laurens van den Acker zu verdanken, der den französischen Kleinwagen mit sportlicheren Proportionen versehen hat. Die neuen Linien sehen schick aus und könnten auch dem einen oder anderen Kompaktwagenbesitzer neugierige Blicke abverlangen. Der neue Renault Clio wird als Fünftürer angeboten, eine dreitürige Version wird es zum Verkaufsstart im November 2012 nicht geben. Mit seinen 4,06 Metern ist die vierte Generation gut drei Zentimeter länger als die Vorgängermodelle - insgesamt wirkt das Auto kräftiger.
Im Innenraum haben Fahrer und Beifahrer vorne viel Platz, die Beine der Insassen auf der Rückbank halten allerdings permanent Tuchfühlung zu den beiden Vordersitzen. Das Cockpit ist nett anzusehen und wirkt sehr ordentlich. Kunden steht bei der Farbgebung der Cockpitflächen eine große Auswahl an verschiedenen Varianten zur Verfügung. Im Testfahrzeug spiegelt sich jedoch die blaue Farbe vor dem Fahrer in der Frontscheibe - dann doch lieber Anthrazit. Seltsam muten die beiden Mini-Fensterchen im Fondbereich an: Von außen betrachtet, runden sie die moderne Optik der Glasfront des Renault Clio ab, doch für die Auto-Insassen sind die Fenster eher nutzlos, da sie einfach zu klein sind. Das Kofferraumvolumen stimmt da schon wieder positiv: 300 bis 1.146 Liter sind ein guter Wert für einen Kleinwagen.
Für den Renault Clio 2012 stehen folgende Motoren zur Auswahl: ein 0,9-Liter-Benziner mit 90 PS - gleichzeitig der erste Dreizylinder-Motor der Marke -, ein 1,2-Liter-Benziner mit 75 PS sowie zwei 1,5-Liter-Dieselmotoren mit jeweils 75 und 90 PS. Im Praxistest auf der Straße wurde der Renault Clio mit dem 90 PS starken Selbstzünder gefahren.
Das Testfahrzeug überzeugt: Das Fahrwerk ist spürbar agiler und besser abgestimmt, die neue Lenkung mit ihrer variablen Übersetzung bringt ein angenehmeres Fahrgefühl mit sich. Der neue Renault Clio ist nicht nur äußerlich, sondern auch vom technischen Aspekt her um einiges sportlicher als sein Vorgänger. Die Höchstgeschwindigkeit ist mit 174 km/h erreicht. Einzig die Geräuschdämmung scheinen die Autobauer etwas außer Acht gelassen zu haben - im Test wird man das Gefühl nicht los, dass die Außengeräusche, wie etwa der Motorsound, bei der dritten Generation des Kleinwagens nicht so stark in den Innenraum gelangten, wie es jetzt der Fall ist.
Im November 2012 kommt der kleine Franzose bei uns in den Handel. Für das Einstiegsmodell des Renault Clio liegt der Preis bei 12.800 Euro: Dafür gibt es unter anderem eine Zentralverriegelung, einen Tempopiloten und schlüsselloses Starten mit der Keycard. Der Preis für das getestete Modell mit dem Top-Dieselmotor startet bei 18.100 Euro. Im Frühjahr 2013 möchte Renault zudem eine Kombi-Version des Clio auf den Markt bringen.