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Fahrbericht

Opel Ampera im Test - Elektroauto mit Zukunftsvision

31.08.2012 | 18:05 Uhr

Essen. Modernes Antriebskonzept: Der Opel Ampera wird vom Hersteller als zukunftsweisendes Elektroauto angepriesen. Im Fahrbericht zeigt der Plug-in-Hybrid dann auch, was ihn so besonders macht.



Der Opel Ampera hat in der Tat ein neuartiges Konzept vorzuweisen. Erstmals kann bei einem Hybridauto auch die Batterie des Elektromotors direkt aufgeladen werden. Bei anderen serienmäßig hergestellten Hybridmodellen war dies bis zur Markteinführung des Opel Ampera nicht möglich. Dort speichert der Verbrennungsmotor die Energie, die während der Fahrt entsteht, und leitet sie an die Batterie weiter, um den reinen Elektroantrieb zu ermöglichen.

Das E-Auto aus Rüsselsheim verhält sich während der Testfahrt sehr agil - es ist mit einer guten Federung ausgestattet. Von außen dringen auch bei höheren Geschwindigkeiten kaum Geräusche ins Innere des Autos ein. Was dem Opel Ampera gerade in Anbetracht des Verbrauchs nicht zugutekommt, ist sein hohes Leergewicht: 1.732 Kilogramm wiegt das Auto. Bei entleerter Batterie soll das fortschrittliche Modell dabei laut Opel einen Benzinverbrauch von 6,0 Liter vorweisen.

Eine voll aufgeladene Batterie ermöglicht beim Opel Ampera im Test eine Reichweite von rund 60 Kilometern im rein elektrischen Betrieb. 5,5 Stunden dauert der Ladevorgang an der 230-Volt-Steckdose. Das Elektroauto ist also auf den alltäglichen Gebrauch eines Autofahrers abgestimmt, mit der erzielten Reichweite lassen sich innerstädtische Distanzen problemlos zurücklegen und sämtliche Tagesgeschäfte erledigen. Der Fahrer entscheidet selbst, ob er rein elektrisch oder doch lieber mit Benzinantrieb fährt. Der Plug-in-Hybrid stellt hierfür verschiedene Einstellungsmöglichkeiten bereit, die per Knopfdruck geändert werden können.

Der Opel Ampera zeigt im Test, dass er mehr ist, als nur ein gutes Elektroauto. Er ist eine richtige Alternative im Segment der Mittelklasswagen. Denn neben dem guten Fahrwerk weiß auch der Innenraum zu überzeugen. Die Abstimmung der hochwertig anmutenden Materialien ist hervorragend. Der Kofferraum ist für einen Mittelklassewagen definitiv zu klein geraten, nur 310 Liter stehen zur Verfügung. Preislich hat die es getestete Limousine allerdings auch in sich: Das Einstiegsmodell kostet 43.900 Euro.

sw

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Kommentare
02.09.2012
00:49
Opel Ampera im Test - Elektroauto mit Zukunftsvision - sicher nicht!
von prorevier | #2

Ganz frisch haben wir so ein Fahrzeug als Firmenwagen bekommen. Es gehört mir nicht und deshalb kann ich ganz emotionslos darüber schreiben.
Die Verarbeitung ist ungewohnt gut für einen Opel, bis auf das Nylonnetz als Kofferraumabdeckung vielleicht. Als Firmenwagen wird er flott auf der AB bewegt und das heisst 160 Km/h - mehr geht ja nicht. Die Leasingrate, die ja auch die zu erwartenden Reparaturkosten etc. beinhaltet , ist mehr als doppelt so hoch wie bei einem Mercedes C200 CDI. Die Batterie ist nach 60 Km leer und danach brauchte er bei der Überführung 11,2 Liter pro 100 Km.
Nichts für ungut, aber der Mercedes den wir vorher hatten benötigte weniger als die Hälfte! Da muß man ideologisch schon sehr stark durchgefärbt sein, um das Teil als Zukunftsvision zu sehen.

01.09.2012
11:47
Eine Totgeburt mehr bei Opel und GM
von Ismet | #1

Wie kann ein Auto das so Fortschrittlich sein soll, immer noch 6 (in Worten: sechs) Liter Benzin Verbrauchen?
Da ist z.B. ein BMW 320d efficient Dynamics mit knapp unter 5 Litern unterwegs, ohne den ganzen Firlefanz von "Range Extender"...und ist nicht mal so Teuer wie dieser GM bzw. Opel...

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