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Mercedes A-Klasse Test - Angriff auf den BMW 1er?

02.11.2012 | 14:00 Uhr

Essen. Die neue Mercedes A-Klasse hat fast nichts mehr mit der alten Version gemeinsam. Vergessen sind nicht bestandener Elchtest und falsch angesprochene Zielgruppen. Mit der seit September 2012 erhältlichen A-Klasse will Mercedes die Kompaktklasse aufmischen. Ob das gelingen könnte, zeigt der Test.



Die neue Mercedes A-Klasse ist im Vergleich zum Vorgänger ein klassischer Vertreter der Kompaktwagenklasse. Damit tritt sie gegen den neuen VW Golf 7, den Audi A3, insbesondere aber gegen den BMW 1er an. Der 1er des bayrischen Automobilherstellers gilt bislang als eines der vielseitigsten Modelle seiner Klasse. Ein Vergleich des Testfahrzeugs - einem Mercedes A 200 CDI - mit dem Kompakten der Bayern ist daher naheliegend.

Optisch hinterlassen beide Fahrzeuge einen dynamischen und sportlichen Eindruck. Mit seiner zulaufenden Front, dem Kühlergrill mit dominantem, zentralem Mercedesstern, den dynamisch gezeichneten Scheinwerfern und dem betont breiten Heck wirkt die neue Mercedes A-Klasse sogar einen Hauch sportlicher als der heckangetriebene Konkurrent aus Bayern. Dafür hat der BMW 1er bei der Motorleistung die Nase vorn. Die getestete Mercedes A-Klasse verfügt mit 136 PS und 300 Newtonmetern Drehmoment über fast 50 PS weniger Leistung als der vergleichbare BMW 120d. Der 1,8-Liter-Vierzylinder-Dieselmotor beschleunigt die 1,5 Tonnen schwere A-Klasse dennoch in etwa neun Sekunden auf Tempo 100. Leider läuft der Motor etwas rauer und unrunder als der des BMW 1er. Die Mercedes A-Klasse liegt dafür beim Verbrauch vorn: Mit rund 6,5 Litern Diesel auf 100 Kilometern ist sie zwar kein Vorbild an Sparsamkeit, liegt aber unter dem Verbrauch des Konkurrenten.

Das Fahrwerk der Mercedes A-Klasse unterstreicht noch einmal die Sportlichkeit der komplett neuen Generation. Die straffe Abstimmung ermöglicht Fahrspaß insbesondere auf kurvigen Strecken, für den Alltagsgebrauch ist die Federung aber fast schon etwas zu hart. Darunter leidet der Langstreckenkomfort ein wenig. Dieser Nachteil wird durch das großzügige Platzangebot im Innenraum aber wieder wettgemacht. Wie im BMW 1er bietet der Fahrzeugfond auch hier ausreichend Kopf- und Beinfreiheit.

Günstig sind beide Vertreter der Kompaktklasse nicht. Der BMW 1er ist in der Basisversion ab 28.500 Euro erhältlich, die getestete Mercedes A-Klasse liegt mit 27.786 Euro knapp darunter. Damit grenzen sich beide Modelle von den Konkurrenten VW Golf 7 und Audi A3 noch einmal nach oben hin ab.

sw

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Kommentare
05.12.2012
14:28
Mercedes A-Klasse Test - Angriff auf den BMW 1er?
von Robert_K | #8

Mein Reden. Besonders die Studien sind immer stark.

05.12.2012
14:25
Mercedes A-Klasse Test - Angriff auf den BMW 1er?
von Tormeister73 | #7

Ich bin gespannt, was die Zukunft bei Mercedes bringt. Auf der L.A. Auto Show und der Essen Motor Show sind einige vielversprechende Modelle zu sehen.

05.12.2012
11:34
Mercedes A-Klasse Test - Angriff auf den BMW 1er?
von yolo1981 | #6

Es gibt schönere Modelle beider Marken, keine Frage. Und doch sehen sowohl der BMW 1er als auch der Mercedes A-Klasse den Erwartungen entsprechend gut aus. Wobei die Front des Mercedes ein bißchen zu pompös geraten ist.

05.12.2012
11:30
Mercedes A-Klasse Test - Angriff auf den BMW 1er?
von benzman | #5

Ich kann 1955 nur beipflichten. Die Mercedes A-Klasse ist beileibe kein Modell, dass sich durch Innovationsfreude auszeichnet. Da haben die Hersteller schon besseres zu Stande gebracht.

07.11.2012
13:22
Mercedes A-Klasse Test - Angriff auf den BMW 1er?
von thorstenmelchior | #4

Mercedes A-Klasse gegen BMW 1er. Als eingeschriebenen BMW-Fan gibt es da nur einen Gewinner! Die stellen einfach die stylischeren Autos her, keine Frage!!!!

06.11.2012
14:55
Mercedes A-Klasse Test - Angriff auf den BMW 1er?
von illo23456789 | #3

Wer eine Mercedes A-Klasse gefahren hat, weiß wofür er das Geld ausgegeben hat. Wirklich ein schönes Auto

02.11.2012
18:49
Mercedes A-Klasse Test - Angriff auf den BMW 1er?
von 1955 | #2

Mercedes reagiert immer erst dann, wenn andere Primiumhersteller ihre neuen Modelle schon auf der Straße haben. Die neue A-Klasse läuft doch dem BMW 1er nach und wird keinen Familienvater oder vorallem älteren Fahrer begeistern!
Die Zielgruppenverfehlung wird noch deutlicher bei der auch noch neuen B-Klasse! Dieser Van ist für normalverdienende Familien zu teuer und für Vormodellkäufer vollkommen uninteressant! Ältere Leute, nicht nur, wollen höher sitzen und steigen nun um auf Audi Q1 oder BMW X3, oder andere neuen Suv`s, es gbt ja genug, nur Mercedes schläft weiterhin! Herr Zetsche kennen sie nicht das Spiel vom Hasen und Igel?

02.11.2012
16:10
Playmobilesk und opelesk
von WhatDoesItAllMean | #1

Ein Playmobilauto hat eine kaum grobschlächtigere Front. Der Moschendrohtzaun hinter den übertrieben großen Öffnungen wirkt provisorisch. Die Scheinwerfer fühlen sich sichtlich nicht wohl und haben ihren Umriß noch nicht gefunden. Die Flanken sind unmotiviert zerknautscht wie eine leere Chipstüte und erinnern an die ebenso sinnlosen hockeyschlägerförmigen Sicken bei Opel. Sie bilden eine Grenze, die zwei verschiedene Karosserien oder Designentwürfe (unten und hinten vs. oben und vorne) mehr schlecht als recht zu verbinden scheinen.

BMW zeigt seit sich konstant chic und elegant, Mercedes seit neuerem grob und ungelenk. Man hat den Verdacht, daß damit keine neue Tradition begründet ist, sondern schon in der nächsten Generation das meiste wieder über den Haufen geworfen wird, so wie es auch der E-Klasse erging.

Einzig der Markenname verspricht etwas, das Fahrer und Insassen dann hoffentlich zufriedenstellen wird.

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