Um den fossilen Rohstoffverbrauch und die CO2-Emissionen zu reduzieren wurde 2011 in Deutschland der Biokraftstoff E10 eingeführt. E10 enthält einen Anteil von 10 Prozent Bioethanol und zählt damit zu den Ethanol-Kraftstoffen. Schon vor der Einführung von E10 wurde viel darüber diskutiert und spekuliert, ob auch wirklich alle Autos den neuen Kraftstoff vertragen würden. Viele Verbraucher waren dadurch derart verunsichert, dass in den ersten Wochen nach der Einführung E10 nur selten getankt wurde. Einige Tankstellen nahmen den Biosprit wieder aus dem Sortiment. Obwohl mittlerweile weitestgehend geklärt ist, welche Autos den Biokraftstoff vertragen und welche lieber weiter das herkömmliche Super E5 oder SuperPlus tanken sollten, stehen die Verbraucher E10 weiter skeptisch gegenüber . Auf Internetportalen wie Facebook und auto.de wird regelrecht zu einem Boykott des Kraftstoffes aufgerufen. Durch das mangelnde Interesse der Verbraucher kommen vor allem die Mineralölkonzerne in Bedrängnis. Sie müssen mit Hilfe von E10 eine bestimmte Biokraftstoffquote erreichen. Gelingt ihnen dies nicht, müssen sie mit erheblichen Strafzahlungen rechnen. Diese Strafen könnten dann durch höhere Preise von Super und SuperPlus auf die Verbraucher umgelegt werden .
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