Deutscher Fahrrad-Club kritisiert mögliche Helmpflicht für Fahrradfahrer
26.10.2011 | 08:45 Uhr 2011-10-26T08:45:00+0200
Bremen. Nach den Überlegungen von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CDU) eine Helmpflicht für Fahrradfahrer einzuführen warnt der Deutsche Fahrrad-Club vor den Folgen. Eine solche Maßnahme könnte das Fahrradfahren unattraktiver machen.
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC ) hat vor den negativen Folgen einer Helmpflicht für Fahrradfahrer gewarnt. Würden entsprechende Überlegungen von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) in die Tat umgesetzt, werde Fahrradfahren für viele Menschen deutlich unattraktiver, erklärte der Verband am Dienstag in Bremen. Das laufe dem Ziel zuwider, mehr Autofahrer zum Umsteigen zu bewegen und Innenstädte von Verkehr zu entlasten. Große Schwierigkeiten könne dies vor allem auch für die Leihfahrradsysteme verursachen, die in vielen Städten entstanden sind. Deren Attraktivität beruhe auch darauf, dass sie unkompliziert zu nutzen seien.
"Wenn eine Helmpflicht in Deutschland kommt, werden viele Leute wieder aufs Auto umsteigen. Und dann hätten wir wieder das, was wir nicht wollen: Stau, mehr Feinstaub und mehr Lärm in den Innenstädten", sagte ADFC -Bundesgeschäftsführer Horst Hahn-Klöckner. Die von Ramsauer geäußerten Gedankenspiele bezeichnete er als "künstlich von oben verordnete Scheinsicherheit".
Beitrag zum Umweltschutz
Den Fahrradfahrern sei besser mit einer sicheren Infrastruktur mit passenden Wegen, fahrradfreundlichen Ampelschaltungen und guter Verkehrsführung gedient. Ramsauer hatte in der vergangenen Woche angedeutet, er könne sich eine generelle Helmpflicht vorstellen, sofern Fahrradfahrer mittelfristig nicht freiwillig dazu übergingen, vermehrt Helme zu tragen. Zur Begründung verwies der Minister auf die Gefahr von tödlichen Kopfverletzungen bei Unfällen.
Viele Großstädte haben sich vorgenommen, den Fahrradverkehr in den nächsten Jahren deutlich zu steigern und damit umwelt- und klimafreundlicher zu werden. Die Vermeidung von kurzen Autofahren im Stadtbereich gilt unter Experten nicht zuletzt als ein wichtiger Beitrag zum Senken der Treibhausgas-Emissionen. (AFP)
20:53
@gummikuh
Ich finde Ihren Mangel an Umgangsformen bedauerlich, aber lassen wir das mal aussen vor.
Der Grund, warum ich Ihre Meinung weiterhin nicht teile ist ein Mangel an Argumenten. Sie führen (Einzel-)Fälle an, in denen Sie annehmen, daß ein Helm geholfen hätte. Mag sein.
Ich könnte jetzt Fälle dagegen halten, in denen ein Helm nicht im mindesten geholfen hat - davon auch einige aus eigener Erfahrung -, sei es, weil andere Körperpartien schwer verletzt wurden, sei es, weil es trotz Helm zu schweren Kopfverletzungen kam. Das bringt uns aber nicht weiter.
Wenn Sie der Meinung sind, daß eine Helmpflicht sinnvoll wäre dann müssen Sie den Nutzen auch belegen, und zwar über den Einzelfall hinaus.
Es gibt Länder, die eine solche Pflicht schon haben. Gibt es dort einen signifikanten Rückgang der Verletzungen? Gibt es Studien, die belegen, ob und wie wirkungsvoll Helme schützen?
Das sind *Argumente*, mit denen Sie vielleicht überzeugen können.
Mit Einzelfällen, so schockierend die auch sein mögen, oder mit Unverschämtheiten wird es Ihnen kaum gelingen, irgend jemanden zu überzeugen.
20:29
@ kuhgummikuh
Ich finde es interessant, wie Sie schreiben. Schließt sich jemand Ihrer Meinung nicht an, sagen Sie, er sei unbelehrbar damit ist ja klar, was Sie wollen: missionieren!
Ihnen ist es völlig wuppe, dass es Menschen gibt, die darauf bestehen, dass sie mündig sind und selbst über sich entscheiden können.
Sie haben scheinbar völlig ausgeblendet, dass ich sehr wohl geschrieben habe, dass ich es durchaus für vernünftiger halte, einen Helm zu tragen... und ich kann vernünftige Entscheidungen treffen, aber ich will sie auch selber treffen!
Sie müssen auch nicht mit dem Totschlag-Argument kommen, dass ich der Versichertengemeinschaft dann auch nicht zur Last fallen soll. Damit können Sie dann nämlich alles begründen.
Ich glaube Ihnen durchaus, dass es Urteile gibt, die berücksichtigen, wenn jemand sich nicht ausreichend geschützt hat, aber eine MitSCHULD (Schuld steht in engem Zusammenhang mit dem Verursachen) an einem geschehenen Unfall können Sie daraus nicht konstruieren. Das ist unsauber argumentiert. Wie kann jemand, der keinen Helm getragen hat, eine Mitschuld daran tragen, dass vielleicht jemand anderes z.B. die Vorfahrt missachtet hat?
Eine TeilSCHUD richtet sich immer nach der Vermeidbarkeit. Wenn ich einen Unfall hätte vermeiden können, selbst wenn ich nicht Schuld bin, muss ich mir eine Teilschuld anrechnen lassen. Durch das Tragen eines Helmes kann ich aber keinen Unfall vermeiden. Insofern kann es keine MitSCHULD geben. Gleichwohl kann es durchaus sein, dass es keinen vollen Schadensersatz gibt, wenn ich z.B. im Bikini Fahrrad fahre und mir meinen Astralkörper aufschürfe.
Ich bitte Sie auch darum, nicht zu belehren, sondern wenn überhaupt zu diskutieren, denn ich bin nämlich schon groß.
18:57
Hier noch ein interessanter Link der den letzten Zweiflern zu Denken geben sollte.
http://schmidtkuntzel.de/59.html
18:52
#53 von bauhaus11
Sie wollen doch wohl nicht ernsthaft behaupten, daß ausgerechnet die Radfahrer die umsichtigen und rücksichtsvollen Verkehrsteilnehmer darstellen, die sich außerdem noch penibel an die Vorschriften der StVO halten?
In welcher Welt leben denn Sie?
18:48
für eine helmpflicht scheinen hier besonders die nur-autofahrer zu plädieren. denen ists egal. ich nutze beide verkehrsmittel, schnalle mich gerne an, möchte aber bitte keinen helm tragen müssen. punkt. die autofahrer sollen einfach umsichtig und rücksichtvoll fahren, dann sind sicher schon mal 3/4-tel der angeführten schweren unfälle nicht passiert. aber mit null promille am steuer würden noch viel mehr verhindert werden können - das nur mal am rande.......
18:46
es gibt 2 Sachen, die ich nie machen werde:
1 Skifahren mit Helm
2. Radfahren mit Helm.
18:46
#47 von wonko2
Ich bin weder pampig noch unverschämt, Sie jedoch sind uneinsichtig und unbelehrbar.
Hier zwei Grundsatzurteile zum Sachverhalt:
Unfallversicherung Invalidität - Fahrrad fahren ohne Helm
Obwohl es noch keine Helmpflicht gibt, ist bereits ein Urteil darüber gefällt worden, dass man beim Fahrradfahren ohne einen Helm, eine Mitschuld trägt, sollte es zu einem Unfall kommen - auch wenn sonst kein Verschulden weiter vorliegt. Dies gilt auch für Kinder!
OLG Saarbrücken, AZ 4 U 80/07
Insbesondere Radrennfahrer verlieren Ihre Schadensersatzansprüche, ganz besonders dann, wenn Sie auf öffentlichen Straßen unterwegs sind.
OLG Düsseldorf, 1 U 182/06
Aber das wird Sie sicher auch nicht von Ihrem Irrglauben abbringen können.
18:43
schlage des Weiteren eine Helmpflicht für Autofahrer vor, die auf der BAB schneller fahren wollen als 130 km/h - dies gilt auch für Politiker.
18:43
#48 ...und wenn die Autofahrer, die ohne Helm gefahren sind sabbernt im Rollstuhl sitzen wird der ADAC bestimmt eine Pflegekraft zur Verfügung stellen, nicht wahr? Also raus mit der Sprache lieber bellator, wenn Sie Autofahren setzen sie immer einen Helm auf und wenn nicht dann erklären Sie hier mal warum das Sie nicht machen. PS. Im Auto kann man einen richtigen Integralhelm tragen und nicht so eine Attrappe wie sie den Radfahrern aufgeschwatzt wird.
18:14
Wenn dann die Radfahrer, die ohne Helm gefahren sind sabbernt im Rollstuhl sitzen wird der ADFC bestimmt eine Pflegekraft zur Verfügung stellen.