Das aktuelle Wetter NRW 9°C
Auto

Der Sprit, der aus dem Wasser kommt

18.10.2012 | 15:44 Uhr
Der Sprit, der aus dem Wasser kommt
Läuft auch der neue Audi A3 bald mit einem ganz neuen Sprit im Tank?

Der Sprit wird immer teurer. Und irgendwann, wenn alle Wüsten und Meeresgründe ausgequetscht sind, wird es herkömmliches Benzin oder Diesel aus Erdöl nicht mehr geben. Bei dem großen Durst der Autos weltweit wird das wohl nicht mehr lange dauern.

Um das zu verhindern, wird schon lange nach dem Sprit von morgen geforscht. Was da frisch in den Tank fließt, kommt bislang meist aus der Natur: Getreide, Rapsöl, das Öl der Palme. Wertvolle Nahrungsmittel, die den Menschen verloren gehen.

Ausgerechnet Automobilhersteller Audi glaubt jetzt, den Treibstoff von morgen gefunden zu haben. Sprit, der schon ab 2014 aus einem Cocktail von speziell gezüchteten Mikro-Organismen, ganz normalem Wasser und viel Wärme hergestellt wird. Das (vereinfachte) Rezept: Die Mikro-Organismen, die als älteste Lebensform der Erde sogar in der Ostsee Milliarden Mal zu finden sind, werden mit Salzwasser oder auch Abwasser durch das reine Licht der Sonne erwärmt. Die Ausscheidungen drängen an die Wasseroberfläche, werden abgeschöpft – fertig. Und ab in den Tank.

Im amerikanischen Neu-Mexiko steht bereits eine Anlage, die den umweltfreundlichen Natur-Sprit von morgen gemeinsam mit Audi produziert. In fünf Jahren soll der neue Saft, der angeblich soviel Kraft wie herkömmliche Energie hat, auch in Deutschland auf den Markt kommen. Audi erzählt, dass erste Tests funktionierten, gibt aber zu, dass noch „einige Probleme“ zu schultern sind. Wegen der hohen benötigten Sonneneinstrahlung bieten sich Wüsten als Produktionsort an. Aber auch Süditalien – so die Audi-Forscher – bietet sich als grüne Sprit-Fabrik an.
 Noch unklar ist, wo der Sprit in den Tank kommt. Ob er über das heutige Tankstellennetz vertrieben wird oder ob man in Zukunft beim Audi-Händler tankt. Auf jeden Fall soll der grüne Treibstoff billiger sein als bisher. Abwarten...

Wolfgang Ibel

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/7205949/create

Fotos und Videos
Premiere der neuen S-Klasse
Bildgalerie
Mercedes-Benz
Der neue 3er BMW GT im Test
Video
Probefahrt
Hexenland Rallye
Bildgalerie
Oldtimer
Aus dem Ressort
Teure Kindersitze haben häufig Qualitätsmängel
Produktest
Ob ein Kindersitz den Nachwuchs ausreichend schützt, hängt nicht unbedingt vom Preis ab. Das ergab ein Vergleich der Stiftung Warentest von 27 Modellen. Mancher preiswerte Sitz schnitt besser ab als teure Produkte. Sicher sind alle Modelle - wenn sie richtig bedient werden.
Nummernschilder lassen nicht mehr auf die Herkunft schließen
Auto
Autofahrer müssen seit Juli vergangenen Jahres nach einem Umzug innerhalb Nordrhein-Westfalens kein neues Nummernschild mehr beantragen, sondern können ihr altes behalten. Gerade, wenn der Fahrzeughalter sein Wunschkennzeichen behalten möchte, ist dies durchaus praktisch - und kostensparend.