Das aktuelle Wetter NRW 26°C
Forschung

Der längste Bus der Welt bietet Platz für 256 Passagiere

22.08.2012 | 11:45 Uhr
Der längste Bus der Welt bietet Platz für 256 Passagiere
Dank der patentierten neuartigen Mehrachslenkung lässt sich das Fahrzeug bequem wie ein normaler Stadtbus mit zwölf Metern Länge vorwärts als auch rückwärts manövrieren.Foto: Getty

Dresden.  Verkehrwissenschaftler haben den längsten Bus der Welt auf dem Dresdner Theaterplatz vorgestellt. Der 30-Meter-Bus verfügt über 256 Sitzplätze und vier gelenkte Achsen. Das Forschungs-Fahrzeug ist ein ganz neuartiges Verkehrsmittel für den öffentlichen Raum und soll die Lücke zwischen Stadtbus und Straßenbahn schließen.

Eine Länge von 30 Metern, Platz für 256 Passagiere, das Frauenhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme stellt auf dem Dresdner Theaterplatz den längsten Bus der Welt vor. Das Forschungs-Fahrzeug schließt die Lücke zwischen Stadtbus und Straßenbahn.

Das dreigliedrige gummibereifte Fahrzeug, entwickelt und gebaut innerhalb des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) initiierten Forschungsprogramms 'Innovative Regionale Wachstumskerne', soll die Vorteile von schienen- und straßengebundenen Verkehrssystemen vereinen. Was bisher nur Forschungszwecken diente, wird nun in Gestalt der 'AutoTram Extra Grand' praktische Anwendung erfahren.

Gemeinsam mit dem 'Elektrotechnischen Institut' der TU Dresden und der 'Wittur Electric Drive GmbH', die für die Entwicklung der Antriebsmotoren zuständig waren, sowie der 'Dresdner MundP motion, control and power electronics GmbH', die spezielle leistungselektronische Komponenten, den Fahrzeugrechner und sogenannte 'SuperCap-Speicher' beisteuerte, ist ein ganz neuartiges Fahrzeug für den öffentlichen Verkehrsraum entstanden.

Hohe Transportkapazität eröffnet neue Möglichkeiten

Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) AG übernahmen die verkehrswissenschaftliche Begleitung. In den Händen der Dekra lag die Typgenehmigung. Gebaut hat den Riesenbus 'Göppel Bus' in Thüringen. Aufgrund ihrer hohen Transportkapazität eröffnet die 'AutoTram Extra Grand' völlig neue Möglichkeiten eines umweltfreundlichen Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV).

Für den Einsatz in sogenannten 'BRT-Systemen (Bus Rapid Transit)', die in schnell wachsenden Ballungszentren im asiatischen und südamerikanischen Raum sehr verbreitet sind, ist die 'AutoTram Extra Grand' ein ideales Verkehrsmittel, da schienengebundene Systeme aus Kosten-, Platz- und Zeitgründen nur eingeschränkt einsetzbar sind.

Kurvenführung überzeugt

Als herausragendes technisches Merkmal erweist sich neben den imposanten Maßen die Kurvenführung des Fahrzeugs. Der 30-Meter-Bus verfügt über vier gelenkte Achsen. Dank der patentierten neuartigen Mehrachslenkung lässt sich das Fahrzeug bequem wie ein normaler Stadtbus mit zwölf Metern Länge vorwärts als auch rückwärts manövrieren.

Der Hybridantrieb mit einem Reichweiten-verlängernden Range-Extender ermöglicht acht Kilometer rein elektrische Fahrstrecke. (mid)

Facebook
Kommentare
Aus dem Ressort
ADAC erhöht die Beträge um gut zehn Prozent auf 49 Euro
ADAC
Der ADAC wächst. 2012 zwar ein wenig langsamer, doch auf diesem Niveau macht das nicht viel aus. Mehr als 18 Millionen Menschen sind Mitglied im Autofahrerclub. Das sorgt auch für politischen Einfluss und den will der ADAC auch nutzen. Etwa im Bundestagswahlkampf.
Autos sollen nach Unfall per E-Call den Notarzt alarmieren
Verkehr
Ab Oktober 2015 sollen in der EU alle Neufahrzeuge mit einem automatischen Notrufsystem ausgerüstet werden: Der sogenannte E-Call wählt bei einem schweren Unfall selbsttätig die Nummer 112 und alarmiert so die Notrufzentrale. Die Sensoren könnten auch genutzt werden, um gestohlene Autos zu orten.