Der Evoque für die Familie

Der neue Land Rover Discovery Sport ersetzt den Freelander.
Der neue Land Rover Discovery Sport ersetzt den Freelander.
Was wir bereits wissen
Ende Februar startet der neue Land Rover Discovery Sport – ein kompakter Siebensitzer, der sich auch abseits befestigter Straßen wohlfühlt.

SUVs fahren weiterhin auf der Überholspur. Besonders Familien ziehen die Sport Utility Vehicles gegenüber den zum Teil biederen Vans vor. Mit dem Land Rover Discovery Sport rollt nun ein moderner und vor allem kompakter SUV für die Familie mit mehreren Kindern an.

Mit seinem Vorgänger und ab sofort nicht mehr erhältlichen Freelander hat der neue 5- oder 5+2-Sitzer zumindest von außen nicht viel gemein. Vielmehr erinnert der „Disco“ Sport, wie er von Fans liebevoll genannt wird, an einen Evoque mit höhergelegtem Heck. Die praktische Alternative zum Evoque bietet bis zu 1698 Liter Laderaum. Dabei sind die Ausmaße kompakt. Im Vergleich zum Discovery bleibt der Neue mit einer Gesamtlänge von 4,59 Metern exakt 24 Zentimeter kürzer. Raum gewonnen wurde durch eine neu entwickelte und kompakte Mehrlenker-Hinterachse, so dass zumindest kleine Kinder – vorbei an den nach vorne und hinten verschiebbaren Rücksitzen – in die dritte Reihe klettern können.

Mit Fußgänger-Airbag

Absolutes Highlight ist der erstmals in einem SUV erhältliche und serienmäßige Fußgänger-Airbag. Sollte es bei einer Geschwindigkeit zwischen 24 und 48 km/h zu einem Aufprall mit einem Fußgänger kommen, wird ein an der Basis der Windschutzscheibe montierter Airbag ausgelöst. Kein Wunder, dass der Disco Sport im EuroNCAP-Crashtest die Bestbewertung von fünf Sternen erhielt und in der Gesamtwertung Wettbewerber wie den Porsche Macan oder den Kia Sorento auf die Plätze verwies.

Unter der Haube hat sich im Vergleich zum Freelander dagegen nichts getan. Zum Marktstart am 28. Februar wird der Discovery Sport mit den zwei bekannten Dieselmotoren 2,2 Liter TD4 und SD4 (150 bzw. 190 PS) sowie mit dem ebenso prominenten 240 PS starken 2,0 Liter Benziner Si4 angeboten. Ein permanenter Allradantrieb ist Serie. Und auch das 9-Gang-Automatikgetriebe gibt es für alle Versionen. Wer per Hand durch die Gänge schalten möchte, muss sich dagegen für einen Selbstzünder entscheiden.

Laut Normverbrauch kommen die Dieselmotoren mit plus/minus sechs Litern auf 100 Kilometern aus. Käufer sollten mit einem Mehrverbrauch von bis zu zwei Litern rechnen. Der Benziner schluckt schon laut Norm etwa zwei Liter mehr (8 Liter auf 100 Kilometern). Auch in der Preisliste steht der Benziner mit 43 350 Euro an der Spitze. Der kleine Diesel startet bei 34 400 Euro. Günstiger wird es im Laufe des Jahres. Dann folgt ein frontangetriebener Selbstzünder mit 150 PS, der ab 32 250 Euro zu haben ist.

Wie bei den Land Rover-Modellen üblich, bremst auch den Discovery Sport kein unebenes Terrain. Mit einer Watttiefe von 60 Zentimetern behalten die Fahrer des Disco selbst bei Hochwasser trockene Füße. Unversehrt bleiben würde auch das neue Interieur, welches bestens für die Großfamilie gerüstet ist. Mit vier 12-Volt-Anschlüssen und sechs USB-Ladebuchsen wird an die Handy-Akkus aller Insassen gedacht.

Sehen lassen kann sich die Anhängelast, die je nach Motor zwischen 1750 und 2500 Kilogramm beträgt. Genug Kraft, um den Wohnwagen oder das Pferd der Tochter zu ziehen. Ein echtes Familienauto eben.