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Chevrolet Camaro - ein Kult-Auto aus den USA

25.05.2012 | 20:00 Uhr
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Der Camaro mit 6,2 Liter großen V8 ist so etwas wie die Light-Ausgabe der Corvette, nur ohne deren leichter Kunststoffkarosserie.

Essen.  Kein Auto bietet ein besseres Preis-Leistungsverhältnis als der Chevrolet Camaro. Jedes der 435 PS auf dem großen V8 kostet nur rund 90 Euro, während es beim Elfer von Porsche 250 Euro sind.

Am teuersten kauft man eine Pferdestärke auf dem Reiterhof, aber wo ist sie am billigsten? Lange Zeit beim Lada-Händler, aber jetzt gibt es einen neuen, diesmal strahlenden Sieger im Preis-Leistungs-Wettbewerb. Für 432 PS verlangt der freundliche Chevrolet -Händler 39.000 Euro. Oder 90 Euro und 25 Cent pro PS (Porsche 911: 250 Euro/PS). Geschenkt, dass der „Kamerad“, so die Bedeutung seines Namens, in den USA bei gleicher Vollausstattung mit Leder & Co. keine 28 000 Euro kostet.

In seiner Heimat ist das aggressiv wirkende Muscle Car längst Legende und ewiger Konkurrent des Ford Mustang. Der neue Camaro im Look des Ur-Modells von 1966 wird erstmals offiziell von der General Motors in Deutschland angeboten, auch als Cabrio für 5000 Euro mehr. Einziges, aber unverzichtbares Extra: die fetten farbigen Streifen für 500 Euro. Und eine fette Piloten-Sonnenbrille, die allerdings nicht in der Preisliste steht. Serienmäßig sind eine US-untypisch gute Sicherheitsausstattung und US-typische Innenraumgestaltung. „Billig“ wäre gemein, aber Premium sieht anders aus.

Einen Auftritt in "Transformers"

Lieb’ es oder lass’ es: die amerikanische Art der Cockpitgestaltung mit viel Kunststoff.Foto Remo Bodo Tietz

Den ersten Auftritt hatte der Retro-Camaro in der Comic-Verfilmung „Transformers“, in der sich außerirdische Roboter als überirdische Autos tarnen. Klar: Der freundliche Robo-Cop Bumblebee war der gelbe Camaro. Tatsächlich hat das Coupe mit seinem 6,2 Liter großen Achtzylinder-Hammer die Fähigkeit zur Verwandlung behalten. Der Camaro verwandelt Männer in Maniacs, die sich daran berauschen, mit qualmenden Reifen schwarze Striche und Kreise auf den Asphalt zu malen. Und die bereit sind, dafür alle 100 Kilometer 15 bis 20 Liter Super zu bezahlen.

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"Camaro – die Legende kehrt zurück", so wirbt der Hersteller für den neuen Camaro. Wir haben das amerikanische Muscle Car getestet.

Der 4,84 Meter lange Camaro zählt zur Gattung der 2+2-Autos, in diesem Falle für 2 Personen und 2 Kästen Bier. Oder für 2 Joints. Platz ist im Kofferraum genug. Technisch gesehen ist der Camaro eine Corvette light ohne deren Kunststoffkarosserie. Die Fahrdynamik ist gut, wegen des hohen Gewichts von 1,8 Tonnen aber weit weg vom Niveau der beiden 300 Kilogramm leichteren Sportwagen, der Corvette oder des Porsche 911.

Geld für den Gang zum Tuner übrig

Viel schlimmer als das: Der von Lärmschutzbestimmungen kastrierte Sound des per Fernbedienung von außen zum Leben zu erweckten Monstermotors ist eine Beleidigung fürs Ohr. Da grummelt, brabbelt und wummert nichts Hörenswertes aus den beiden Auspuffschlünden. Aber bei dem Preis müsste noch Geld übrig sein für den Gang zum Tuner.

Gerd Heidecke

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