Benzinpreis über 1,70 Euro - Datenbank für Spritpreise geplant
30.03.2012 | 06:49 Uhr 2012-03-30T06:49:00+0200
Berlin. Verbraucher sollen künftig über eine unabhängige Datenbank im Internet den für sie günstigsten Benzinpreis ermitteln können. Das fordert eine Mehrheit der Länder. Und: Preisänderungen wären nur einmal am Tag erlaubt. Der Benzinpreis hat flächendeckend die Marke von 1,70 Euro pro Liter erreicht.
Bewegung in der Benzinpreis-Debatte: Der Bundesrat macht der Bundesregierung heute Druck, ein Gesetz gegen das „Spritpreis-Jo-Jo“ vorzulegen – die Koalition lenkt schon ein.
Für den Vorstoß ist nach Informationen der WAZ Mediengruppe eine breite Mehrheit der Länder sicher, auch von NRW: Sie fordern von der Regierung den Aufbau einer unabhängigen, öffentlichen Datenbank, in der alle Tankstellen ihre aktuellen Preise einstellen müssen. Und: Preisänderungen wären nur einmal am Tag erlaubt – für diese „Spritpreis-Bremse“ gibt es mehrere Modelle, Preissenkungen ungewiss. Deshalb wollen die Länder auch Alternativen prüfen lassen.
Bisher blockte die Regierung ab, doch die Koalition schwenkt um: Sie will bis Juni Gesetzesregelungen gegen die extremen Preissprünge erarbeiten. Die Datenbank komme, die Preisbremse werde geprüft, heißt es in der Union. Auch Verkehrsminister Ramsauer (CSU) sei dafür.
Benzinpreis überschreitet flächendeckend 1,70 Euro
Der Benzinpreis für die herkömmliche Sorte Super E5 hat eine Woche vor Ostern zum ersten Mal flächendeckend die Marke von 1,70 Euro pro Liter erreicht. Am Mittwoch kostete Super E5 im Tagesdurchschnitt 1,70 Euro pro Liter, das Bio-Super E10 kostete 1,67 Euro und Diesel lag bei 1,53 Euro pro Liter, wie eine Sprecherin des zweitgrößten deutschen Tankstellenkonzerns Shell am Donnerstag in Hamburg mitteilte. E5 ist die mit Abstand meistverkaufte Benzinsorte in Deutschland.
Eine Shell-Sprecherin begründete die hohen Preise mit dem Anstieg der Wiederbeschaffungskosten am Rohstoffmarkt in Rotterdam. Dort habe eine Tonne Superbenzin am 1. Januar 921 Dollar gekostet, am 1. März 1.105 Dollar und am 23. März 1.149 Dollar. Der Preisdruck bei Super bleibe bestehen, sagte sie. Bei Diesel dagegen habe sich die Lage etwa entspannt, weil die Heizsaison zu Ende geht und damit weniger Heizöl verbrannt wird.
Nach Angaben aus Handelskreisen fließen zurzeit große Mengen Benzin von Europa nach China, dem Land mit dem größten Automarkt der Welt.
Erst am Mittwoch hatte der ADAC berichtet, der Benzinpreis sei mit 1,66 Euro pro Liter E10 wieder auf dem bisherigen Höchststand angekommen. Der Dieselpreis lag dagegen mit 1,53 Euro leicht niedriger als in der Vorwoche. Der Club sagte bereits weitere Steigerungen voraus. Die Erfahrung lehre, dass die Spritpreise vor den Ferien meist stärker zulegten, erklärte der Verkehrsclub. (Mit Material von dapd)
13:01
Hauptverteurer waren und sind immer noch die Grünen. Sie wollten doch 5 DM pro Liter. Hoffentlich begreifen die Bürger, dass der Sinkflug der Grünen beschleunigt werden muss. Nach der FDP werden sie das nächste Opfer werden. Mit Sicherheit, weil keine Themen mehr da sind.
19:19
Die größten Provitgeier sind nicht die Ölmultis, sondern der Staat mit seiner Mineralölsteuer.
18:18
Der neue Beetle bekommt einen "Basismotor" mit 105PS. Noch Fragen?
17:48
#10 Nicht alles auf die Grünen schieben, Kollege Waigel (der mit den Augenbrauen) hat 1990 zur Finanzierung der deutschen Einheit die Steuern schlagartig um fast 20
Pfennig je Liter erhöht, und der Kollege war schwarz, sogar tiefschwarz.
Im Übrigen hat Aral gestern mit 1,729 einen neuen Rekord aufgestellt, wobei mich noch wundert, warum die EU die ominöse 9 ganz hinten noch erlaubt ...
19:20
Die Lobbyisten werden sich zu wehren wissen. Warum lassen die Bürger über Ostern nicht einfach die Spritkisten stehen? Es wäre so einfach. Nur Minusumsatz wirkt belehrend.
18:11
Könnte auch Indikator einer ernsthaften und sich lawinenhaft nähernden Inflation sein. Billionenmässig gedruckte Euro und Dollarscheine in den letzten Monaten ohne echte Deckung. Irgendwo fängt es an. Zur Datenbank: in USA gibt es gasbuddy.com seit Jahren und funktioniert hervorragend incl. ausgefeilten Statistiken. spritmonitor.de ist ein Witz dagegen. Und jetzt plant die liebe Politik warum wohl. Um zu kontrollieren. Wir zahlen 125% mehr für den Sprit als der Durchschnittspreis in USA beträgt. Bei sehr ähnlichen Erstellungskosten.
16:10
Es ist wie immer:
Die Ferien nahen, die Preise schießen nach oben, die Politik kündigt an, jetzt aber mal sowas von durchzugreifen. Und wie immer ändert sich nichts.
Kurz vor den Sommerferien, wenn die Brühe um 1,80 Euro herum kosten wird, dann wieder die immer gleiche Leier von Regulierung. Welcher Dummkopf glaubt das denn ernsthaft?
14:56
Nun, der erste Schritt zur Preisbremse ist, die Grünen aus der Politik zu kicken. 1998 wurde von denen ein Zielpreis von 5 DM/l angepeilt. Die haben es fast geschaft!
13:01
und er weiß auch genauso wie ich, das diese Leute bis vor die Ladentür fahren müssen, Gehwege, Einfahrten und Kreuzungsbereiche zuparken, weil 50 oder 100 Meter zur nächsten Parkmöglichkeit ihre körperliche Leistungsbereitschaft weit überschreitet.
randori20: Jaj,ja es lebe das Vorurteil des mit SUV Brötchenholers.
10:47
Ich vage zu behaupten, dass das nicht funktionieren wird. Wenn den Ölmultis unterstellt wird, das sie Preisabsprachen durchführen, spricht doch vieles dafür sich jetzt erst recht preislich abzusprechen. Das Gequatsche mit den Preise abgucken von den Preistafeln der Tankstelle von nebenan ist doch Murks hoch drei. Keine Tankstelle hat doch bis jetzt sein Preis gehalten oder gar gesenkt wenn die andere erhöht hat. Denn so käme man auf die Idee genau da zu tanken wo es doch billig erscheint. Mir kann keiner erzählen, das wenn der Tanklastzug die Tankstellen beliefert, erst mit dem Kunden verrechnet wird. Der Müll wird doch auch per Rechnung bezahlt,...ein Preis. Und dann geht das Gezocke los.