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Bei Handel "Geld gegen Punkte in Flensburg" droht Haftstrafe

13.02.2012 | 15:27 Uhr
Bei Handel "Geld gegen Punkte in Flensburg" droht Haftstrafe
Wenn die Kelle leuchtet, drohen mitunter Punkte in Flensburg. Dubiose Gesellen bieten nun an, diese Punkte gegen Bares zu übernehmen. Foto: dapd

München.  Im Internet tummeln sich bekanntlich nicht nur kreuzehrliche Anbieter. Dubiose Zeitgenossen erklären sich neuerdings bereit, durch Strohmänner Punkte im Flensburger Verkehrsregister zu übernehmen. Gegen gutes Geld, versteht sich. Das kann allerdings mehr als nur Geld kosten.

Der ADAC warnt vor dubiosen Anbietern im Internet, die nach einem Verkehrsverstoß, bei dem Punkte im Flensburger Verkehrsregister drohen, die Sanktion durch Strohmänner und gegen Bezahlung übernehmen. Autofahrer, die sich auf so einen Handel einlassen, riskierten hohe Geldstrafen oder sogar bis zu fünf Jahre Gefängnis, erklärte der ADAC in München.

Der Tausch "Geld gegen Punkte" funktioniert demnach so: Für beispielsweise 100 Euro Bearbeitungsgebühr und weitere 100 Euro pro Punkt suchen die selbsternannten Dienstleister Führerscheininhaber, die gegen Bezahlung bereit sind, Punkte auf ihr Konto in Flensburg zu übernehmen. Diese geben gegenüber der Bußgeldstelle an, dass sie zum Zeitpunkt des Vergehens mit dem Auto gefahren sind, und übernehmen die Strafe. Der tatsächlich Verantwortliche bezahlt das Bußgeld.

Ernste Konsequenzen

Die Juristen des ADAC warnen, komme die Polizei hinter den Tauschhandel, könne das ernstzunehmende Konsequenzen für beide Seiten haben. Der falsche Fahrer begehe eine mittelbare Falschbekundung. Für diese Straftat drohe ihm eine Freiheitsstrafe zwischen drei Monaten und fünf Jahren. Der tatsächliche Verkehrssünder riskiere bei einer Verurteilung eine Geldstrafe oder bis zu drei Jahre Haft. (dapd)

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Kommentare
14.02.2012
08:11
Bei Handel
von kowahlski | #1

Internet? Quatsch, wer weiß den schon wer einem da was anbietet. Bei uns in der Firma gibt es viele polnische Kollegen mit Verwandten in Polen... Das ist preiswert und kaum mit Risiko behaftet... und auch das Bußgeld kann der Staat sich in die Haare schmieren.

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