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Aston Martin DBS

Auto-Test im Auftrag seiner Majestät

22.12.2009 | 06:00 Uhr

Essen. Seitdem der Deutsche Ulrich Bez regiert, dreht die britische Bond-Marke Aston Martin eine Rekordrunde nach der anderen. Im Test: das Spitzenmodell DBS - knapp 1,30 Meter hoch und eine Viertelmillion Euro teuer, von zeitloser Eleganz.

Drei Männer ganz unterschiedlicher Prominenz sind untrennbar mit Aston Martin verbunden. Die globale Persönlichkeit James Bond, der nur Autoenthusiasten etwas sagende Altpatriarch David Brown und der noch viel weniger bekannte Ulrich Bez. Aston Martins aktuelles Aushängeschild fährt 007 in „Casino Royale”, und der Zwölfzylinder trägt der Tradition folgend die Initialen von Brown im Namen. Gemacht aber hat den DBS der stille deutsche Top-Automanager mit dem scheinbar fotografischen Gedächtnis.

Aston Martin DBS mit 007-Darsteller Daniel Craig, den er in seinem ersten Bond-Film "Casino Royale" fährt - bis zum Totalschaden.

Aston Martin ist eine der ältesten noch existierenden Automarken. Der erste Wagen, wenig weihevoll „Kohlenkasten” genannt, wurde 1915 gebaut. Nach dem zweiten Weltkrieg übernahm Brown für ein Vierteljahrhundert das Geschäft und schenkte sich und der Welt eine Reihe von automobilen Ikonen. Es reicht an dieser Stelle, den DB5 zu nennen, das Bond-Auto schlechthin aus dem '64er-Kinostreifen „Goldfinger“ mit Sean Connery.

Das neue Jahrtausend kam mit Bez

1972 musste Brown verkaufen, und das Eigentümer-Wechsle-Dich-Spiel währte bis zur Übernahme durch Ford 1987. Das neue Jahrtausend in der Grafschaft Warwickshire begann auch im übertragenen Sinne im Jahr 2000 mit dem Erscheinen von Bez. In ihren ersten 90 Jahren hat die Firma 16.000 Aston gebaut und dabei nie einen Penny verdient. Von 2005 bis 2008 waren es etwa genauso viele. Dass sich 2007 eine private Investorengruppe findet, die dem klammen Ford-Konzern die von Bez behutsam, aber zielsicher auf den Kopf gestellte Bude abkauft, darf als sicheres Zeichen für Rentabilität gesehen werden.

Schauspieler Sean Connery mit Aston Martin DB5 aus dem James-Bond-Film "Goldfinger" und dem Nachfolger "Thunderball".

Im selben 007-Jahr endete auch die althergebrachte Dengelei über hölzerne Karosserieformen im musealen Stammwerk. Seitdem empfängt man die exklusive Kundschaft in der Ortschaft Gaydon in einer modernen Manufaktur, nicht anders als bei Bentley. Die Erfolgsgeschichten der beiden Dornröschen gleicht sich in vielen Dingen.

Ein echter. Und was hat Bez eigentlich gemacht? Nichts weiter als erkannt, dass Patina auf dem Messingschild und Exklusivität so viel Wert sind wie ein alter Adelstitel. Oder so wenig. Für einen Spleen bezahlen einige Hundert im Jahr mehr als einhunderttausend Euros. Aber ein echter Porsche-Konkurrent verkauft sich tausendfach. Vor der Krise, die das Luxussegment besonders getroffen hat, war Aston auf dem Weg zu einer beachtenswerten Jahresproduktion von 6000 Acht- und Zwölfzylindern. Bald startet bei Magna in Graz die Fertigung des langen Viertürers Rapide, der mit Porsches Panamera nur einen Wettbewerber auf der Welt hat.

Ein V12, dessen Klang süchtig nach mehr macht

Beim Spitzenmodell DBS hechelt ein frei saugender Zwölfzylinder der Ansaugluft hinterher, produziert endlose PS und den an- und süchtigmachendsten Auspuffsound überhaupt. Der DBS röhrt, wo Italiener kreischen. Seine Fahrleistungen sind in Längs- wie Querrichtung über jeden Zweifel erhaben. Er kommt wie ein Sportwagen ums Eck, ohne einem Ferrari Konkurrenz machen zu wollen, und bietet noch genug Komfort.

Dabei sehen alle Aston irgendwie gleich aus - gleich gut. So gut, dass Aston-Martin-Designer Ian McCullum zu Ford-Zeiten dazu genötigt wurde, dem XK8 von Jaguar (damals ebenfalls Ford) ein doch sehr ähnliches Gesicht zu verpassen.

Beim DBS fahren die Boxen automatisch hervor und der Ascher ist aus Glas, der Zündschlüssel auch. Das Display verrät beim Losfahren in schönstem „Germisch”: „Sie haben No Nachricht.” Aber es gibt da umgekehrt eine News for Gaydon. Für die richtige Ehrung müsste sich das D in der Typenbezeichnung nur in ein U verwandeln. Sein Name ist Bez, Ulrich Bez.

Gerd Heidecke und Ellen Andresen

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Kommentare
12.05.2010
22:53
Auto-Test im Auftrag seiner Majestät
von CD Ankauf | #14

Der Aston Martin aus Casino Royale ist ein absolutes Traumauto! Habe mal drin gesessen nur leider bin ich mit 2 Metern etwas zu groß für diese Art von Auto....

31.12.2009
16:20
Blockierter Kommentar.
von Carl Martell | #13

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31.12.2009
07:31
Auto-Test im Auftrag seiner Majestät
von Pisa | #12

# 10 nur, wenn unser alter Wilhelm den Auftrag gab; ansonsten hat einer der beiden Qualitätsjournalisten wohl Lisbeth unters Kleid geschaut und Überraschendes gefunden.

30.12.2009
11:19
Auto-Test im Auftrag seiner Majestät
von www | #11

Heißt es nicht Seiner Majestät?

24.12.2009
17:16
Auto-Test im Auftrag seiner Majestät
von stromer1953 | #10

Ich kann keine Engländer leiden und ihre Autos erst recht nicht!

23.12.2009
12:34
Auto-Test im Auftrag seiner Majestät
von captainkawa | #9

Peter Bond fährt Kia!

23.12.2009
10:52
Auto-Test im Auftrag seiner Majestät
von fliegepuk | #8

einengekauft?...einen glasschlüssel vermutlich #6 ;)

aston martins....absolute traumautos.
welcher mann hat nicht in 007 casino royale laut im kinosaal geseufzt, als daniel craig das schöne auto via salto zerlegt hat?

22.12.2009
22:41
Auto-Test im Auftrag seiner Majestät
von Hubertus B. Kloppt | #7

Ich fahre weiterhin lieber mit dem Rad.
Denn ein Zündschlüssel aus Glas ist mir beim Herunterfallen zu unpraktisch, jedenfalls wenn er dabei zerbricht.

Schade eigentlich, ansonsten hätte ich mir einen gekauft.

22.12.2009
13:21
Auto-Test im Auftrag seiner Majestät
von Oekotron | #6

Ich fahre Vespa und habe damit jeden Tag Spaß. Vorallem wenn es regnet. Das hat auch was. SO!

22.12.2009
11:12
Auto-Test im Auftrag seiner Majestät
von holmark | #5

Ein tolles Auto. Aber unter wirtschaftlicher Betrachtungsweise bin ich dann doch beim Panamera gelandet. Und sehr zufrieden.

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