Verkehrssicherheit - Kommt bald die Blackbox fürs Auto?
27.08.2012 | 14:44 Uhr 2012-08-27T14:44:08+0200Berlin. Eine Revolution im Straßenverkehr steht bevor: Wenn es nach dem Deutschen Bundestag ginge, dann könnte die Blackbox schon bald ein serienmäßiger Bestandteil von Autos sein. Mithilfe des Datenspeichers sollen Unfallhergänge besser rekonstruiert werden.
Der Deutsche Bundestag hat sich für die Nutzung von Blackboxes in privaten Pkw ausgesprochen. Vorbild hierfür sind die in Verkehrsflugzeugen benutzten Datenspeicher. Sie ermöglichen beispielsweise nach Abstürzen eine Rekonstruktion des Vorfalls und gleichzeitig eine Ursachenfindung.
"Für mich ist die Blackbox im Auto ein weiterer Baustein für mehr Verkehrssicherheit", erklärte Gero Storjohann (CDU), Verkehrssicherheitsexperte der Union, in der "Saarbrücker Zeitung". Mithilfe der Sensoren der Blackbox sollen alle wichtigen Fahrzeugdaten während der Fahrt gespeichert werden. Dazu gehören unter anderem Bremsmanöver, Quer- und Längsbeschleunigungen und die Erfassung der Zeitpunkte, an denen beispielsweise die Zündung abgestellt wird. Wann die Blackbox fürs Auto eingeführt werden soll, ist allerdings noch unklar. Datenschutzrechtliche Punkte und Kostenfragen seien noch nicht geklärt, verlautet es aus dem Bundestag.
Bereits seit 40 Jahren gibt es Unfalldatenspeicher. Teilweise in Fahrzeugen der Feuerwehr und der Polizei im Einsatz, verzeichneten die Anwender nach dem Einbau der Geräte tatsächlich einen Rückgang der Verkehrsunfälle zwischen 20 und 30 Prozent, wie die EU-Verkehrskommission berichtet. Die Fahrer waren angesichts der Kenntnis über die Existenz des Datenspeichers im Auto meist vorsichtiger unterwegs.
ADAC: Blackbox nicht nicht notwendig
Währenddessen sieht der ADAC die Pläne des Bundestags als nicht notwendig an. Zudem kritisiert der Automobilclub den eigentlichen Nutzen der Blackbox im Auto. Sie sei nicht dafür geeignet, einen Unfall zu rekonstruieren. Essenzielle Daten könnten nicht gelesen und damit auch nicht ausgewertet werden - so zum Beispiel, wann ein Fahrzeug die Spur gewechselt hat oder wann eine rote Ampel missachtet wurde. Hier helfe, wenn überhaupt, nur eine Kameraüberwachung. (sw)
15:59
Ja 2 Artikel mit gleichem bzw. ähnlichem Inhalt - da zunächst von Agentur - passiert häufiger - bezogen:
aber die EU hat sich auch dazu gemeldet:
"Eine "Blackbox" zur Speicherung von Unfalldaten in Autos wird auf absehbare Zeit keine Pflicht. "Wir planen dazu keinen Gesetzesvorschlag", sagte die Sprecherin von EU-Verkehrskommissar Siim Kallas am Montag. Das Bundesverkehrsministerium hatte zuvor auf Brüssel verwiesen. "Einzig und allein die EU-Kommission hat das Recht, hier tätig zu werden", sagte ein Sprecher in Berlin."
Also Entspannung - da gibt schließlich auch Kostenfragen zu klären, das Ganze muss EU-weit eingeführt werden,....und die Auto-Lobby muss noch abklären, wie der Absatz von Autos sich dann entwickelt (wenn die Preise steigen), was ist mit Alt-Wagen,....
Zudem:
Interessant wäre auch ein Feldversuch vorab mit den Dienstwagen von Politikern und öffentlichen Verwaltungen. ; )
13:01
Zwei Artikel mit dem gleichem Inhalt?
@gambler1:
Na dann ist es nur recht und billig, das Sie ihren Kommentar hier reinkopiert haben.
Also nochmal: man muss sich nicht in die BB einloggen. Damit ist lediglich das Fahrzeug zu schnell gefahren, aber nicht mit einer Person zu verknüpfen.
Soweit ich weiss, gibt es bei uns in D noch keine Fahrzeughalterhaftung. Es muss immer der Fahrer ermittelt werden. Deshalb auch die Passbildautomaten am Straßenrand.
Die Informationen die aufgezeichnet werden, können auch von unabhängigen Institutionen und Vereinen ausgelesen werden. Beispielsweise der CCC. Die werden sicher als erste so ein Gerät auseinanderschrauben und analysieren.
12:56
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12:51
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12:10
Wer gibt die Sicherheit, das dieses Gerät wirklich nur die letzten Sekunde aufzeichnet?
Und nicht z.B.die letzte Stunde !?
Dann kann man mit entsprechendem Kartenmateriall und Software z.B. die erlaubte und gefahrene Geschwindigkeit vergleichen!
Wer gibt die Sicherheit, das KEIN GPS implantiert ist?
Wer gibt die Sicherheit,das es NICHT in Zukunft bei einer Kontrolle heißt:
""Papiere und den UDS*-Zugang bitte"""
* UDS = Unfall-Daten-Speicher
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11:55
Ich hatte noch nie Bedenken bei der Daten,-oder Videoüberwachung, aber was da jetzt abläuft mit der Blackbox, da wird mir Angst und Bange.
Das ist nur wieder so eine Masche, den Autofahrer zur Kasse zu bitten. Mit mehr Sicherheit hat das nichts zu tun.
Irgendwer will da sein Produkt auf den Markt bringen und die ahnungslosen Politiker lassen sich vor den Karren spannen. Ein sehr lukratieves Terrain für Schmeirgelder.
11:47
Juristisch sehr problematisch, denn jeder Beschuldigte hat ein Aussage-Verweigerungsrecht.
Es kann ja wohl schlecht sein, daß ich mich mittels einer Technik, die von mir auch noch selbst bezahlt wurde, vor Gericht selber belaste.
Die Lobbyhörigen sollten erstmal ihre Hausaufgaben machen.
10:16
Der Bundestag ist im Recht, der ADAC im Unrecht. Mit der "black box" im Auto fahren bestimmte Typen, wie unlängst im TV zu sehen, vorsichtiger, weil sie wissen, daß ihr Fehlverhalten protokolliert wird.
05:54
Das soll sicher dazu dienen das wir besser ueberwacht werden koennen.Ausserdem wer verdient dann an der Box .koennte es sein das die Lobbyisten schon Weihnachtsgeschenke an Abgeordnete verteilen
21:54
Hat VDO endlich die Entwicklung abgeschlossen. Dann müssen die Lobbyisten der Autobranche voll einsteigen. Die Abgeordneten werden bekniet und mit unrichtigen Behauptungen - Blackbox erhöht die Verkehrssicherheit - auf den Gesetzgebungsweg gebracht. Nur so kann der lahmenden Auto- und -zubehörindustrie auf die Beine geholfen werden.