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Audi Q3 als kompakter Einstieg in die Komfortklasse der SUVs

19.08.2011 | 08:45 Uhr
Kein besserer Tiguan, sonder ein echter Audi: Mit dem Q3 wollen die Ingoldstädter die Erfolge von Q5 und Q7 fortsetzen.

Ingolstadt.  Mit Audis Q3 erhält man keine Komfort-Version des Tiguan - auch wenn er komfortabler daherkommt als sein Wolfsburger Verwandter. Vielmehr bietet der Q3 den Einstieg in die Q-Serie - und will damit an den Erfolg seiner großen Brüder anschließen.

Auch wenn die Gene ähnlich sind - der neue Audi Q3 ist kein aufgewerteter Volkswagen Tiguan. Optisch ist lediglich der Radstand der beiden kompakten SUVs identisch. Wem ein VW zu gewöhnlich erscheint, der dürfte sich mit dem exklusiveren und teureren Audi Q3 wohler fühlen.

Gut eine halbe Million Fahrzeuge der Q-Baureihe hat Audi seit 2006 weltweit verkauft. Dabei entwickelte sich der nach dem Q7 eingeführte Q5 (seit 2008) zum Bestseller. In dessen Erfolgsspur soll nun der Q3 einbiegen, der im Seat-Werk von Martorell bei Barcelona produziert wird. Die Einstiegsversion der Modellreihe ist ein Zwei-Liter-TDI-Diesel (140 PS), der mit Sechs-Gang-Getriebe und Frontantrieb zum Preis von 29.900 Euro angeboten wird.

Souverän auf schlechter Wegstrecke

Der Selbstzünder hinterließ bei ersten Fahreindrücken einen sehr guten Eindruck und passt harmonisch zu dem kompakten SUV . Den Normverbrauch gibt Audi mit 5,2 Litern an. Allerdings wird dieser Motor erst ein paar Wochen nach dem Marktstart zu haben sein. Den bestreiten zuvor drei Allradler.

Schlechte Wegstrecken werden souverän gemeistert. Die beiden Zwei-Liter-Benziner leisten wahlweise 170 oder 211 PS (31.550 und 36.800 Euro), der Zwei-Liter-Diesel 177 PS (36.800 Euro). Es sind allesamt Turbotriebwerke mit serienmäßiger Stopp-Start-Automatik. Die beiden stärksten Motoren übertragen ihre Kraft über ein Doppelkupplungsgetriebe (Audi S-Tronic), das sehr schnell und ohne spürbare Zugkraftunterbrechung zwischen sieben Fahrstufen wechselt. Zudem wird beim Auskuppeln - wie beim VW Tiguan - der Antriebsstrang abgekoppelt.

Bedienelemente wie bei den Großen

Der Q3 "segelt" kraftstoffsparend dahin. Doch auch das manuelle Sechs-Gang-Getriebe lässt sich besonders leichtgängig und exakt schalten. Hier gibt es nichts zu mäkeln. Ebenso wenig wie bei der Fahrwerksabstimmung. Der Wagen liegt prächtig in der Hand, lässt sich leicht dirigieren und meistert schlechte Wegstrecken so souverän wie enge Kurven in zügigem Tempo.

Gegenüber dem Tiguan wirkt beim Q3 alles ein wenig komfortabler, edler, reifer. Das gilt erst recht für den optischen Auftritt - innen wie außen. Das Passagierabteil ist von einer hohen Qualitätsanmutung geprägt, Materialien und Verarbeitung verströmen Luxus. Der den großen Q-Modellen nachempfundene Instrumententräger ist übersichtlich und hat alle Bedienelemente am richtigen Ort.

Angenehmes Reisen

Die Sitze erweisen sich als bequem, straff gepolstert und geben guten Halt. Selbst eine lange Reise sollte damit nicht zur Strapaze werden. Auch nicht für zwei erwachsene Fondpassagiere, die ein ausreichendes Platzangebot vorfinden.

Der Gepäckraum - die Ladekante ist erfreulich niedrig - fasst 460 Liter und kann bei nach vorn geklappten Rückenlehnen der hinteren Sitze (im Verhältnis 60:40 geteilt) bis auf 1.365 Liter erweitert werden. Der Boden ist dann allerdings nicht komplett eben.

Bald auch als Sportversion

Die Leistungsspitze ist noch nicht erreicht. Der 4,39 Meter lange, 1,83 Meter breite und 1,59 Meter hohe Q3 steht kraftvoll auf der Straße. Die wuchtige Front, die muskulösen Radhäuser und das nach hinten abfallende Dach mit einem flach gestellten Heckfenster tragen ebenso dazu bei wie die breit gezogenen und zur Mitte hin spitz zulaufenden Heckleuchten.

Neuheiten auf der IAA

Das alles hebt ihn sowohl vom VW Tiguan als auch vom 24 Zentimeter längeren Markenbruder Q5 deutlich ab. PS-Fetischisten müssen sich noch bis Ende nächsten Jahres gedulden. Dann bringt Audi den Q3 auch als Sportversion mit einem rund 300 PS starken, 2,5 Liter großen Fünf-Zylinder-Turbo auf den Markt. (dapd)



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