Auch Hypochonder müssen sterben

Dr. Carsten Lekutat stellt sein neues Programm im Rahmen des 10. Iserlohner Gesundheitstages vor.
Dr. Carsten Lekutat stellt sein neues Programm im Rahmen des 10. Iserlohner Gesundheitstages vor.
Foto: IKZ
Dr. Carsten Lekutat präsentiert beim Gesundheitstag Programm-Appetithappen.

Iserlohn..  Nicht nur die ernsten Themen stehen seit nun zehn Jahren bei den Iserlohner Gesundheitstagen auf dem Programm. Immer wieder bemüht sich das Organisations-Team auch um eine Prise Humor, die zwischen den Vorträgen zu zum Teil lebensbedrohlichen Erkrankungen ganz willkommen erscheint.

So wirkt die Seeleauf den Körper

So ist es diesmal gelungen, den bekannten TV-Arzt und Buchautor Dr. Carsten Lekutat ins Parktheater zu holen. Dort tritt er zwar ohnehin Ende März auf, jedoch haben die Besucher des Gesundheitstages am 7. März bereits die einmalige Gelegenheit, schon einen Auszug aus dem aktuellen und zugleich ersten Programm „Auch Hypochonder müssen sterben“ zu sehen. Der praktizierende Hausarzt geht darin der Frage nach, wie weitreichend die Auswirkungen der Seele auf den Körper sind. Er nennt das „Meditainment“. Und sagt: „Die Show ist nicht nur eine reine Comedy, sondern hat auch nachdenkliche und bewegende Momente. Das Leben hat nun einmal viele Facetten. Jeder kann etwas von der Show für sich mitnehmen, ohne dabei belehrt zu werden. Im besten Fall hat das Publikum viel Spaß, und mir geht es danach deutlich besser.“ Es ist ja bekannt, dass eingebildete Kranke existieren. Gibt es eigentlich auch eingebildete Gesunde? Haben wir unsere Gesundheit tatsächlich selbst in der Hand? Was sollen wir tun,wenn uns die Chipstüte, das Kuschelsofa und der Fernseher wieder einmal vom Sport abhalten? Fragen über Fragen, die Dr. Carsten Lekutat beantworten will.

Zuschauer sollten das überfüllte Wartezimmer bei ihrem Hausarzt vergessen. In der längsten Sprechstunde der Welt erfahren sie alles, was für ein gesundes und langes Leben erforderlich ist. Aus seiner Praxis gibt er Einblicke in die kleinen und großen Schwierigkeiten seiner Patienten.

Lekutat wurde in Berlin geboren. Nach seinem Medizinstudium in Berlin und der Facharztausbildung in der Charité in Berlin ließ er sich im Jahr 2000 in eigener Praxis nieder. Auf Sat. 1 und im WDR tritt der Vater von zwei Kindern in verschiedenen Shows auf.

Bevor er die Bühne des Löbbecke-Saals betritt, werden dort IKZ-Redaktionsleiter Thomas Reunert und Jens Spahn, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-/CSU-Bundestagsfraktion, sitzen. Sie werden ein Interview zu einem Thema führen, bei dem nicht nur Dr. Lekutat, sondern auch Vertreter der Iserlohner Ärzteschaft im wahrsten Sinne des Wortes ein Wörtchen mit reden können – und wollen. Denn das Thema lautet „Wie gesund ist unser Gesundheitssystem?“ Der erste Mediziner aus der Waldstadt hat bereits darum gebeten, auch ans Mikro treten zu dürfen.

Generell gilt ja beim Gesundheitstag: Fragen sind unbedingt erwünscht. Daher ist nach den Vorträgen der einzelnen Referenten immer auch mindestens eine Viertelstunde dafür vorgesehen. Die Ärzte, die von Seiten der heimischen Krankenhäuser referieren, sind darüber hinaus auch an den Ständen ihrer Arbeitgeber zu finden, so dass auch ein Vier-Augen-Gespräch möglich sein kann.

Selbsthilfegruppen sind von Beginn an ein fester Bestandteil der Gesundheitstage und auch beim zehnten Mal dabei. Auch deren Mitglieder stehen beispielsweise für Betroffene von Schlafapnoe, Schlaganfall, Makula-Degeneration oder Osteoporose mit Tipps und Hilfen zur Verfügung. Insgesamt werden es 50 Aussteller sein, die sich diesmal im Parktheater präsentieren – von der Apotheke über den Pflegedienst und das Reha-Zentrum bis hin zu Zahnärzten und -technikern.

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