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Politiker diskutieren: Darf islamfeindlicher Film gezeigt werden?

18.09.2012 | 14:04 Uhr

Menschen auf der ganzen Welt regen sich auf über einen Film. Auch die Zeitungen berichten immer wieder darüber. Der Film stellt den islamischen Propheten Mohammed als schlechten Menschen dar. Viele Muslime fühlen sich dadurch gekränkt und beleidigt. Jetzt diskutieren Politiker darüber, ob es verboten werden soll, den Film in Deutschland zu zeigen. Manche sind dafür, andere dagegen.

Berlin (dapd-kid). Menschen auf der ganzen Welt regen sich auf über einen Film. Auch die Zeitungen berichten immer wieder darüber. Der Film stellt den islamischen Propheten Mohammed als schlechten Menschen dar. Viele Muslime fühlen sich dadurch gekränkt und beleidigt. Jetzt diskutieren Politiker darüber, ob es verboten werden soll, den Film in Deutschland zu zeigen. Manche sind dafür, andere dagegen.

Mohammed wird im Islam verehrt. Er hat die Religion ins Leben gerufen. Für die Muslime ist der Prophet ein Vorbild. Deshalb ist es für viele schlimm, wenn er in einem Video verunglimpft wird. In einigen Ländern gingen Muslime auf die Straße, um gegen den Film zu protestieren. Dabei gab es viel Gewalt.

Manche Politiker in Deutschland befürchten, dass es auch bei uns zu Unruhen kommt, wenn der Film öffentlich gezeigt wird. Sie wollen verhindern, dass Menschen die Muslime provozieren und es zu Hass und Gewalt zwischen Gegnern und Anhängern des Islam kommt. Der deutsche Innenminister ist dafür, dass die Vorführung des Films verboten wird. Der Minister heißt Hans-Peter Friedrich. Er ist dafür zuständig, dass alle Menschen in Deutschland friedlich leben können.

Noch ist aber nicht klar, ob die Vorführung des Films verboten werden darf. Zuerst muss geprüft werden, ob ein Verbot nicht gegen das Recht verstößt. Ein wichtiges Recht in Deutschland ist die Meinungsfreiheit. Jeder soll überall seine Meinung sagen dürfen. So steht es im Grundgesetz. Das Recht gilt grundsätzlich auch dann, wenn die Meinung eines Menschen als Film dargestellt wird. Doch niemand darf einen anderen schwer beleidigen.

Der Innenminister Hans-Peter Friedrich findet, dass ein Verbot nicht gegen das Recht auf Meinungsfreiheit verstößt. Das hat er dem Fernsehsender "Phönix" gesagt. Sabine Leutheusser-Schnarrenberger ist sich da aber nicht so sicher. Sie ist als deutsche Justizministerin für Recht und Gesetze zuständig. Sie will nun prüfen, ob ein Verbot rechtlich in Ordnung ist oder nicht. Auch der Innenminister will das herausfinden.

Auch die Muslime in Deutschland sind sich nicht einig, ob ein Verbot gut ist oder nicht. Einige sagen: Wenn die Vorführung des Films zugelassen wird, könnte es zu Gewalt kommen. Sie sind für das Verbot. Andere sagen, dass gerade ein Verbot die Wut auf Muslime schüren könnte. Die Menschen in Deutschland könnten denken, dass es verboten ist, über den Islam zu diskutieren, und dass die Gesetzgeber Muslime anders behandeln als andere Menschen.

dapd

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