Wie die Mollmäuse Gutes tun

Melanie Fischer (Mitte) erhält in Frankfurt bei der Unicef-Juniorbotschafter- 2015-Preisverleihung den dritten Preis.
Melanie Fischer (Mitte) erhält in Frankfurt bei der Unicef-Juniorbotschafter- 2015-Preisverleihung den dritten Preis.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Jungen und Mädchen unterstützen Unicef beim Einsatz für die Rechte von Kindern auf der ganzen Welt. Gestern gab es Preise für die tollsten Hilfsprojekte

Melanie Fischer hat Marmelade selbst gemacht und dafür einen Preis bekommen. Die Schülerin hat aber nicht bei einem Wettbewerb für Marmelade mitgemacht. Sie gehört zu den Unicef-Juniorbotschaftern des Jahres 2015. Die Auszeichnung kann man bekommen, wenn man sich für die Rechte von Kindern und Jugendlichen einsetzt. Was das mit Marmelade zu tun hat?

Melanie hat für die Marmelade Geld bekommen. Und auch für andere Dinge. Die 16-Jährige aus Landsberg am Lech in Bayern hat etwa Pferdemist als Dünger an Gärtner verteilt - gegen eine kleine Spende. Ein Jahr lang hat sie mit verschiedenen Aktionen etwa 1000 Euro gesammelt. Das Geld spendete sie an Unicef. Dafür bekam Melanie den Preis.

600 Kinder aus ganz Deutschland

Auch andere Schüler bekamen am Montag in Frankfurt am Main die Auszeichnung Unicef-Junior-Botschafter verliehen, weil sie sich für Kinderrechte starkgemacht haben. Die Juniorbotschafter sind 600 Kinder aus ganz Deutschland. Sie setzen sich mit verschiedenen Aktionen für Kinderrechte ein. Zum Beispiel haben sie Spendenläufe organisiert, Kurzfilme gedreht und andere Kinder über die Probleme informiert.

Vor der Preisverleihung gab es auf dem Platz vor der Kirche eine Kunst-Aktion mit dem Titel „Hand drauf! Kinder für Kinderrechte“. Alle 600 Kinder haben dabei einen bunten Handabdruck auf ein Boot gedrückt. Damit wollten sie zeigen, dass sie sich für Flüchtlingskinder in der ganzen Welt einsetzen. An der Preisverleihung nahmen viele berühmte Gäste teil. Zum Beispiel Astronaut Alexander Gerst und der Reporter Willi Weitzel waren dabei.

Der Chor „Mollmäuse & Friends“ aus Tecklenburg in Nordrhein-Westfalen hat einen Sonderpreis von Unicef gewonnen. Die „Mollmäuse“ sind 45 Kinder aus einer Grundschule. Sie proben einmal in der Woche. Manchmal bekommen sie bei Auftritten Unterstützung von anderen Chören. Die heißen dann „Friends“ (Freunde). Das sind zum Beispiel Kinder aus dem Kindergarten „Das Senfkorn“ oder Kinder, die schon auf eine weiterführende Schule gewechselt haben.

Für Kinderrechte einsetzen

Der Sonderpreis heißt „Ganz Chor für Unicef“. Sie haben ihn gewonnen, weil sie sich mit ihren Liedern für Kinderrechte einsetzen. Sie wollen zum Beispiel, dass Kinder in ärmeren Ländern genug Essen bekommen und ein gewaltfreies Leben haben. Dafür haben sie Geld gesammelt. Sie haben auf einem Sommerfest ihre neue CD „Ton um Ton“ verkauft und dafür 2000 Euro bekommen. Unicef und andere Organisationen setzen sich für die Rechte von Kindern ein. Auch mit dem Geld, das die Mollmäuse sammeln.

„Bei den Junior-Botschaftern geht es auch darum, die Kinderrechte bekannter zu machen“, erklärt Ninja Charbonneau von der Kinderhilfs-Organisation Unicef. „Uns ist wichtig: Jede Aktion zählt, jede ist gleich wichtig“, sagt sie. „Auch, wenn nicht alle Aktionen einen Preis bekommen können.“