Wer telefoniert wann mit wem? - Daten sollen gespeichert werden

Wer dieses lange Wort aussprechen will, sollte vorher noch mal tief einatmen: Vor-rats-da-ten-spei-cher-ung.

Damit ist ein Gesetz gemeint, das vielleicht bald in Deutschland gilt. Politiker müssen darüber aber erst noch entscheiden.

Bei dem langen Wort geht es um ein heikles Thema: Die deutsche Regierung möchte bestimmte Daten sammeln lassen. Und zwar Daten, die zustande kommen, wenn Menschen zum Beispiel miteinander telefonieren oder E-Mails schreiben.

Es soll dann etwa eine Zeit lang gesammelt werden, wer mit wem wann telefoniert hat. Nicht gespeichert wird allerdings, worum es etwa in einem Gespräch ging. Auch für bestimmte Computer-Daten interessieren sich die Fachleute. Weil die Daten wochenlang auf Vorrat gespeichert werden, bevor man sie löscht, heißt das Ganze "Vorratsdatenspeicherung".

Die Regierung sagt, dass die Sammelei dabei helfen kann, schwere Verbrechen wie Morde aufzudecken. Zudem könnten die Daten dabei helfen, Terroristen zu finden. Die Polizei kann dann vielleicht leichter herausfinden, mit wem ein Verbrecher Kontakt hatte.

Doch es gibt auch viele Menschen, die gegen die Vorratsdatenspeicherung sind. Sie sagen etwa: Das Gesetz gibt den Menschen das Gefühl, dass sie automatisch unter Verdacht stehen. Es werden die Daten von vielen unschuldigen Leuten gesammelt, obwohl man nur einige wenige Kriminelle ausfindig machen will.

Zudem sorgen sich die Kritiker darum, dass die Daten in falsche Hände geraten könnten. Sie könnten also vielleicht an jemanden gelangen, den die Infos gar nichts angehen. Die Befürworter sagen dagegen, dass die Daten so sicher wie möglich gespeichert werden. Und dass es strenge Regeln dafür gibt, wer im Ernstfall die Infos bekommt.