Was wächst denn da?

Alina Weidelener (v.l.), Monika Sontheimer, Maria Sontheimer, Hund Lilly und Eva-Maria Sontheimer sammeln auf einer Wiese  Äpfel auf. Im Jahr des Bodens wollen Fachleute darauf aufmerksam machen, wie wichtig der Boden unter uns für uns ist. Ohne ihn gäbe es zum Beispiel keine Äpfel.
Alina Weidelener (v.l.), Monika Sontheimer, Maria Sontheimer, Hund Lilly und Eva-Maria Sontheimer sammeln auf einer Wiese Äpfel auf. Im Jahr des Bodens wollen Fachleute darauf aufmerksam machen, wie wichtig der Boden unter uns für uns ist. Ohne ihn gäbe es zum Beispiel keine Äpfel.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Äpfel, Brot und sogar Hühnereier – für all das brauchen wir Menschen den Boden unter uns. Aber woraus besteht der Boden eigentlich?

Wir laufen täglich darauf herum, ohne viel darüber nachzudenken: Boden ist einfach da. Aber der Dreck unter unseren Füßen ist viel wichtiger, als es scheint. Ohne ihn gäbe es weder Nudeln noch Brot. Denn Getreide und Gemüse brauchen den Boden zum Wachsen. 2015 ist das Jahr des Bodens. Fachleute wollen zeigen, wie wichtig der Boden für uns ist.

Wachsen in einem Boden die Pflanzen besonders gut, sodass sie zum Beispiel viele Früchte tragen, sagt man: Der Boden ist fruchtbar. Das schafft ein Boden etwa, wenn in ihm viele Nährstoffe stecken und wenn er viel Wasser speichern kann. Beides ist für Pflanzen wichtig.

Regenwürmer kriechen herum

„So, wie wir Menschen essen und trinken, nehmen die Pflanzen Nährstoffe und Wasser aus dem Boden auf“, sagt Expertin Gabriele Wollstein. Fachleute sagen: Ein Boden besteht im Wesentlichen aus vier Teilen. Wasser, Luft und außerdem einem belebten und einem unbelebten Teil. Zum belebten sagen die Experten auch „organisch“ und zum unbelebten „anorganisch“. Im unbelebten Teil stecken vor allem viele winzig kleine Steine, wie Sandkörner und Ton.

Doch in einem Boden lebt auch so einiges. Regenwürmer kriechen darin zum Beispiel herum, Boden ist auch das Zuhause von jeder Menge Bakterien und Pilzen. Allein in einer Handvoll Gartenerde wohnen viele Millionen Lebewesen! Auch alte Blätter, Zweige und Wurzelstückchen zählen zum belebten Teil des Bodens.

Nährstoffe für die Pflanzen

Weit oben im Boden steckt meist besonders viel dieses organischen Materials. Hier fressen und zersetzen die Lebewesen all die Blätter und die toten Pflanzen. So können die Pflanzen, die im Boden wachsen, die Nährstoffe besser aufnehmen.

Auf einem Bauernhof mit Tieren gibt es immer auch einen Misthaufen. Mit dem Mist kann der Bauer seine Felder düngen. Düngen bedeutet: Der Bauer fährt Mist oder andere Stoffe auf seine Felder, um den Boden fruchtbarer zu machen.

„Wenn der Bauer Getreide oder Gemüse erntet, entzieht er dem Boden Nährstoffe“, erklärt die Gabriele Wollstein. Damit auf dem Feld wieder etwas wachsen kann, müssen neue Nährstoffe in den Boden kommen. Mist zum Beispiel ist wie Futter für all die Lebewesen im Boden. Zersetzen sie das, gibt es wieder frische Nährstoffe für die Pflanzen. So hat der Bauer eine bessere Ernte.