Warum Obelix bunte Hosen trägt

Im neuen Kinofilm fängt Obelix wieder einige Wildschweine - die wahren Kelten aßen lieber Ziege und Rind.
Im neuen Kinofilm fängt Obelix wieder einige Wildschweine - die wahren Kelten aßen lieber Ziege und Rind.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Die Wahrheit über die tapferen Gallier, die eigentlich Kelten waren

Asterix und Obelix verhauen gerne Römer, tragen Helme mit Flügeln und ernähren sich von Wildschweinen - weiß doch jedes Kind. Kaum jemand weiß, dass die beiden keine Gallier sind, sondern Kelten.Was ist wahr und was ist falsch im neuen Kinofilm „Asterix im Land der Götter“?

Die Abenteuer von Asterix und Obelix spielen vor rund 2000 Jahren. Damals hatten die Römer die Provinz „Gallien“ erobert, zu der das heutige Frankreich gehörte. Die Menschen dort nannten sich aber nicht Gallier. Es waren Kelten. Über dieses Volk wird viel gerätselt. Es gab jede Menge verschiedene Stämme, die nie etwas über ihr Leben aufgeschrieben haben, erklärt der Forscher Holger Wendling.

Ziege statt Wildschwein

Einiges erfuhren Wissenschaftler durch Ausgrabungen. Zum Beispiel, dass die Kelten garantiert keine Wildschweine grillten. Die meisten waren Bauern, sie pflanzten Getreide und aßen das Fleisch von ihren Ziegen, Rindern und Schafen.

Auch geflügelte Helme gab es wohl kaum. Die Helme der Kelten hatten aber Wangen-Klappen an der Seite, die im Kampf das Gesicht schützen sollten.

Die Asterix-Comics flunkern nicht immer: Die Kelten trugen tatsächlich Hosen. Das war für die Römer etwas Fremdes. Sie zogen lieber eine Toga an, eine Art Wickel-Kleid. Die Kelten mochten Hosen, wie sie Obelix trägt. Mit Streifen oder Karo-Mustern. Bei Ausgrabungen wurden bunte Stoffe gefunden.

Angeblich hatten die Kelten große knubbelige Nasen und schmierten sich Kalk in die Haare, damit sie wild zu Berge standen. „Das behaupteten die Römer. Da sie Feinde waren, muss man ihnen nicht glauben“, meint Holger Wendling. Oder wie Obelix es ausdrücken würde: Die spinnen, die Römer!