Warum der Feldhamster einen Platz zum Leben braucht

Noch ist er in der Box, aber schon bald darf der Feldhamster raus aufs Feld.
Noch ist er in der Box, aber schon bald darf der Feldhamster raus aufs Feld.
Foto: picture alliance / dpa
Was wir bereits wissen
Artenschützer wollen nicht, dass Tierarten aussterben. Sie kämpfen dafür, bedrohten Tieren zu helfen

Was hast du mit einem Feldhamster gemeinsam? Ihr braucht einen Ort, an dem ihr leben könnt. Essen ist auch wichtig. Für dich ist das normal. Für den Hamster nicht.

Er ist bedroht, weil er bei uns nicht mehr genügend Platz zum Leben findet. So geht es vielen Lebewesen in Deutschland. Darüber wurde in den vergangenen Tagen viel berichtet.

Artenschützer wie Herbert Lohner sorgen dafür, dass diesen Lebewesen geholfen wird. „Die erste Arbeit eines Artenschützers ist: Man schaut sich an, wie es um eine Art bestellt ist.“ Dafür zählen verschiedene Leute die Exemplare einer Art in bestimmten Gebieten. „Da können auch Kinder mitmachen“, sagt der Fachmann.

Einen Ausgleich finden

Die Ergebnisse trägt man auf Landkarten ein. „Wir vergleichen Karten aus verschiedenen Jahren. So können wir sehen, wie sich der Bestand einer Art verändert hat.“

Stellen die Fachleute fest, dass es von einer Art plötzlich viel weniger Exemplare gibt, versuchen sie herauszufinden, woran das liegt.

„Haben wir es herausgefunden, überlegen wir: Was kann man machen, um die Lage für diese Art zu verbessern?“ Wie etwa bei der Fledermaus-Art Großer Abendsegler. „Viele dieser Tiere sterben, weil sie in Windräder fliegen.“ Was kann man also tun? „Große Abendsegler sind vor allem in der Dämmerung aktiv.“ Eine Lösung wäre: „Würde man Windräder zur Flugzeit für einige Stunden abschalten, kann man die Fledermäuse schützen.“

Um so etwas durchzusetzen, müssen sich die Artenschützer gemeinsam mit möglichst vielen anderen Menschen an Politiker wenden. Denn oft müssten dafür Gesetze geändert werden. Das ist häufig nicht einfach.

„Es gibt immer verschiedene Interessen“, sagt Herbert Lohner. Wenn zum Beispiel eine Zugstrecke gebaut wird. Dann haben viele Leute, die diese Strecke nutzen würden, ein Interesse daran.

Naturschützer aber schauen sich an, welche Tiere oder Pflanzen in diesem Gebiet leben. „Wenn etwas gebaut wird, muss häufig ein Ausgleich für die Natur geschaffen werden.“ Werden für eine neue Fabrik zum Beispiel Bäume gefällt, dann müssen an anderer Stelle neue Bäume gepflanzt werden.