Stirnrunzeln am Geldautomat - Banken-Ferien in Griechenland

Manche Konsolenspiele kosten 60 Euro. So groß ist auch der Betrag, den Griechen gerade in ihrem Heimatland abholen können.

Wer mehr Geld will, hat Pech - und kann nur verärgert die Stirn vor dem Geldautomaten runzeln. Zudem sind die Banken in dem Land geschlossen. Das soll auch in den nächsten Tagen so bleiben.

Ausgedacht hat sich das alles die Regierung von Griechenland. Denn das Land steckt bis über beide Ohren in Geldproblemen. Seit Jahren ist es auf Geldhilfen angewiesen. Immer wieder wird neu verhandelt, unter welchen Bedingungen die Geldverleiher Griechenland helfen.

Dieses Mal konnten sich beide Seiten nicht einigen. Das wirkt sich auf die Banken in Griechenland aus. Sie haben nun dicke Probleme. In den letzten Tagen hoben viele Griechen in ihrem Land Geld ab. Aus Sorge, sie könnten sonst keines mehr bekommen.

Deshalb entschloss sich die Regierung zu etwas, das sie Banken-Ferien nennt. Das hört sich lustig an - doch das ist das Schließen der Banken nicht. Die Sache mit den 60 Euro gehört genauso zu dieser ernsten Sache: den Kapital-Verkehrs-Kontrollen. Mit Kapital ist Geld gemeint. Verkehrs-Kontrollen bedeuten so viel wie: Die Regierung steuert, dass die Leute nicht zu viel Geld abheben können.

Denn das Problem ist: Die Banken haben nicht so viel Geld herumliegen, dass jeder größere Beträge abheben kann. Damit den Banken das Geld nicht ausgeht, entschied die Regierung: Die Griechen dürfen in ihrem Land täglich nur jeweils 60 Euro abheben.

Viele Griechen fragen sich, wie der Schlamassel für ihr Land weitergeht. Denn es könnte im schlimmsten Fall passieren, dass dem Land das Geld komplett ausgeht. Dann ist es pleite.