Stell dich den Dingen - auch wenn es mal unangenehm wird

Laufen, werfen, springen. Darum geht es auch bei den Bundesjugendspielen. Das Sportfest findet jedes Jahr an vielen Schulen in Deutschland statt.

Dabei mitzumachen, ist Pflicht. Am Ende werden Urkunden verteilt. Die besten Sportler bekommen Ehren-Urkunden, die schlechtesten Teilnahme-Urkunden.

Es wird immer wieder darüber gesprochen, wie die Bundesjugendspiele geregelt sind. Gerade gibt es im Internet eine Diskussion darüber. Viele Leute finden das Sportfest super. Andere sagen zum Beispiel: Es wäre besser, wenn es bei dem Fest einfach nur um den Spaß gehen würde. Es gibt Schüler, die es traurig macht, wenn sie am Ende eine Teilnehmer-Urkunde bekommen - und ihre Mitschüler das mitbekommen. Am liebsten würden sie am Tag der Bundesjugendspiele zu Hause bleiben.

Experten sagen aber: Das ist keine Lösung. "Man muss im Leben immer wieder Dinge tun, auf die man keine Lust hat", erklärt der Fachmann Michael Sylla. "Wenn man immer davor wegläuft und sich drückt, bringt es einen nicht weiter." Es sei besser, sich diesen Dingen zu stellen. Dann lerne man, auch mit Unangenehmem umzugehen.

"Wenn man etwas macht, vor dem man Angst hat, ist das mutig", sagt Fachmann Sascha Borchers. "Wenn es dann geschafft ist, kann man stolz auf sich sein. Weil man sich getraut und mitgemacht hat." Wichtig sei es, auf seine eigene Leistung zu schauen. Egal, welche Urkunde man bekommt. "Man muss nicht überall der Beste sein. Jeder Mensch kann manche Dinge gut und andere nicht so gut. Aber man könnte versuchen, seine Leistung im nächsten Jahr ein bisschen zu verbessern."

Manchen Schülern hilft es, sich auf die Bundesjugendspiele vorzubereiten. Damit sie nicht so viel Angst davor haben. Sie fragen zum Beispiel ihre Eltern, ob sie ein bisschen mit ihnen trainieren. "In einer Klasse können die Schüler sich auch gegenseitig helfen und sich gemeinsam vorbereiten. Die besseren Sportler können den anderen vielleicht Tipps geben."