Schüler mit Behinderung sollen dazugehören

Manche Schüler kennen das: In ihre Klasse geht ein Mädchen oder ein Junge mit einer Behinderung.‎

Zum Beispiel sitzt der Schüler im Rollstuhl oder er hört nur sehr wenig. Oder der Schüler hat eine geistige Behinderung. Wenn es an Schulen solche Klassen gibt, spricht man von inklusiven Schulen.

Inklusion bedeutet: Menschen mit Behinderung sollen in die Gemeinschaft einbezogen sein. Sie sollen die gleichen Chancen haben. Dass es das in Deutschland gibt, hat mit einer Vereinbarung zu tun. Diese haben Deutschland und andere Länder vor einigen Jahren unterschrieben. Sie trägt den Namen: UN-Behinderten-Rechts-Konvention. Deutschland beschloss, dass Inklusion auch in den Schulen gelten soll.

Bevor Schulen mit Inklusion loslegen, ist es wichtig, dass sie ein paar Dinge vorbereiten, sagt Fachmann Jürgen Wilbert: "Für Schüler, die im Rollstuhl sitzen, braucht ein Schulgebäude zum Beispiel Rampen an Treppen oder sogar Aufzüge." Sehbehinderte Schüler sollten die Möglichkeit haben, Arbeitsblätter in Blindenschrift zu lesen.

Bevor ein Schüler in eine Klasse kommt, sollte das außerdem mit der Klasse besprochen werden. Perfekt sei es, wenn eine inklusive Klasse von Lehrerteams betreut wird. Es stehen dann im Unterricht zwei Lehrer vorn. Einer der Lehrer hat eine besondere Ausbildung. Er weiß zum Beispiel, wie ein Schüler mit Behinderung besonders gefördert werden kann. Gemeinsam bereiten die beiden Lehrer dann passende Unterrichtsstunden vor.

Über Inklusion sprechen Leute immer wieder. Denn noch gibt es Dinge, die man verbessern kann. Zum Beispiel finden manche Lehrer, dass sie besser auf Schüler mit Behinderungen vorbereitet werden müssten. Doch Fachleute sagen auch: Inklusion gibt es noch nicht allzu lange. Es braucht alles seine Zeit, sich zu entwickeln.