Schlimmes Unglück auf dem Meer

Afrikanische Flüchtlinge auf dem Mittelmeer.
Afrikanische Flüchtlinge auf dem Mittelmeer.
Foto: picture alliance / dpa
Was wir bereits wissen
EinSchiff mit afrikanischen Flüchtlingen ist gekentert. Viele Menschen sind gestorben

So etwas darf nicht mehr vorkommen! Das sagten am Sonntag Politiker und andere Fachleute. Sie meinten damit ein Unglück, das am Wochenende auf dem Mittelmeer passiert ist.

Ein Boot mit Flüchtlingen war dort gekentert. Vermutlich starben dabei sehr viele Menschen. Helfer waren mit Booten und Hubschraubern im Einsatz, um nach Überlebenden zu suchen. So konnten einige Flüchtlinge gerettet werden.

In den letzten Jahren hört und liest man oft Berichte über solche Unglücke im Mittelmeer. An Bord der Boote sind Menschen, die ihre Heimat verlassen haben. Etwa weil dort Krieg herrscht oder Armut und weil sie anderswo auf ein besseres Leben hoffen.

Aus Afrika versuchen viele Flüchtlinge, nach Europa zu kommen. Sie steigen dann häufig an der Küste Nordafrikas in Boote. Doch oft sind diese Boote und Schiffe zu klein für die vielen Leute. Oder sie sind in schlechtem Zustand. Immer wieder geraten Flüchtlinge in Seenot - so wie gerade wieder.

Länder sollen helfen

Schaut man auf einer Landkarte nach, liegt der Norden Afrikas gegenüber von Italien. Dazwischen ist das Mittelmeer. Häufig sind es deshalb Helfer aus Italien, die sich auf den Weg machen, um Flüchtlinge vom Meer zu retten.

Teilweise fühlt sich das Land mit der Lage überfordert. Italien verlangt deshalb schon lange, dass andere Länder in Europa mehr helfen. Auch Politiker und Fachleute sagten am Sonntag wieder: Es muss viel mehr für die Flüchtlinge getan werden! Die Länder in Europa müssten handeln, damit es nicht zu solchen Unglücken kommt.

Flüchtlinge aus Afrika können sich nicht einfach ein Flugticket kaufen und nach Deutschland reisen. Sie brauchen besondere Genehmigungen. Diese sind oft nur schwer zu bekommen. Darum suchen sich viele einen Schleuser. „Schleuser helfen Menschen in Not dabei, in ein anderes Land zu kommen“, sagt Experte Karl Kopp. Sie besorgen zum Beispiel gefälschte Pässe und Genehmigungen. Oder sie organisieren ein Schiff. Es soll die Flüchtlinge über das Meer in ein sicheres Land bringen. Dafür zahlen die Flüchtlinge den Schleusern meist eine Menge Geld.

Oft sind solche Reisen gefährlich. Viele Leute fragen sich, ob Schleuser falsch handeln. „Manche Schleuser packen Hunderte Menschen für viel Geld auf ein Boot, das niemals in der Lage wäre anzukommen“, sagt Karl Kopp. Solchen Schleusern ginge es vor allem ums Geschäft.