Neue Hoffnung auf Frieden für die Ukraine

Von links: Russlands Präsident Wladimir Putin, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident Francois Hollande und der  Präsident der Ukraine Petro Poroschenko.
Von links: Russlands Präsident Wladimir Putin, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident Francois Hollande und der Präsident der Ukraine Petro Poroschenko.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Stundenlang hatte Bundeskanzlerin Merkel mit anderen Politikern in der weißrussischen Hauptstadt Minsk verhandelt. Dann präsentierten sie das Ergebnis

Die Kanzlerin von Deutschland sah müde aus, als sie aus dem Raum trat. Der Raum gehört zu einem Palast in Weißrussland. Darin hatte Angela Merkel stundenlang verhandelt, mit drei anderen wichtigen Politikern: den Länderchefs von Frankreich, Russland und der Ukraine. Bei ihren Verhandlungen ging es darum, Frieden zu schaffen. Und zwar im Osten des Landes Ukraine.

Dort gibt es seit Monaten Kämpfe, bei denen schon Tausende Menschen gestorben sind. Warum dort gekämpft wird? Viele Menschen im Osten der Ukraine sind unzufrieden. Sie möchten, dass ihre Stadt oder ihre Region nicht mehr zur Ukraine gehört. Man nennt sie auch Separatisten. Die Regierung der Ukraine ist aber dagegen.

Angela Merkel und der Chef von Frankreich wollten bei diesem Konflikt vermitteln. Deswegen waren sie zu dem Treffen in die weißrussische Hauptstadt Minsk geflogen. Dort haben sie seit Mittwoch mit den Chefs von Russland und der Ukraine gesprochen. Es gab dort aber noch ein zweites Treffen. Dabei waren zum einen Separatisten. Und zum anderen eine Gruppe von Leuten aus Russland, der Ukraine und einer Organisation, die sich für den Frieden in Europa einsetzt.

Gestern gaben die Politiker nun bekannt: Bei den zwei Treffen habe man sich auf verschiedene Punkte geeinigt. Zum Beispiel soll es in einer Region im Osten der Ukraine ab Sonntag einen Waffenstillstand geben. Dort soll dann nicht mehr geschossen werden. Die Kämpfenden sollen außerdem Waffen wie Panzer und Kampfflugzeuge aus dem Kampfgebiet abziehen.

Noch viel Arbeit

Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte, dass es nun eine Chance gebe, die Dinge in der Ukraine zum Besseren zu wenden. Allerdings sagte sie auch: Es ist noch sehr, sehr viel Arbeit notwendig. Viele Menschen hoffen jetzt auf Frieden im Osten der Ukraine. Dafür ist wichtig, dass jetzt der beschlossene Waffenstillstand eingehalten wird.