Lilian Prent spielt Mara in Tommy Krappweis’ Fantasy-Film

In „Mara und der Feuerbringer“ muss Mara (Lilian Prent) einige gefährliche Situationen überstehen.
In „Mara und der Feuerbringer“ muss Mara (Lilian Prent) einige gefährliche Situationen überstehen.
Foto: Constantin Film
Was wir bereits wissen
Die 18-jährige Lilian Prent spielt die Hauptrolle in „Mara und der Feuerbringer“. Der Film startet am 2. April. Im Interview erzählt Lilian vom Dreh.

Im neuen Kinofilm „Mara und der Feuerbringer“ spielt Lilian Prent die Hauptrolle. Sie ist 19 Jahre alt und kommt aus Bayern. Für die Kinderredaktion hat sie sich Zeit für ein langes Interview genommen.

Worum geht es in dem Film?
Die 15-jährige Mara hat Probleme, in der Schule Anschluss zu finden. Sie ist in der Pubertät. Es passt ihr deswegen auch gar nicht in den Kram, dass es auf einmal heißt, sie soll die Welt retten. Da kann sie erst mal gar nichts mit anfangen. Dann sieht sie aber ein, dass sie die Welt nicht so einfach untergehen lassen kann. Sie sucht Hilfe bei Professor Weissinger, der nordisch-germanische Mythologie an der Universität in München unterrichtet. Die beiden werden gute Freunde und schaffen es gemeinsam mit Logik, Mut und ganz viel Kraft, die Welt vor dem Untergang zu retten.

Wie bist du an die Rolle gekommen?
Es war ein klassisches Casting. Ich kannte die Bücher schon, weil mein Papa die Romane „Mara und der Feuerbringer“ illustriert hat. Ich habe mich gefreut, dass ich vorsprechen durfte.

Du hast das Buch also schon direkt gelesen, als es herauskam, und nicht erst kurz vor dem geplanten Film?
Genau. Das Buch fand ich toll.

Du hast mit bekannten Schauspielern zusammengespielt, zum Beispiel mit Jan Josef Liefers und Christoph Maria Herbst. Wie war das für dich?
Für mich als junge Schauspielerin war es wahnsinnig inspirierend und lehrreich. Die beiden haben ganz unterschiedliche Herangehensweisen und auch ganz verschiedene Arten zu spielen. Für mich war es interessant, beide zu beobachten.

Hast du dir etwas bei ihnen abgeguckt?
Disziplin gehört auf jeden Fall zu einem Drehtag dazu, weil man den Zeitplan einhalten muss. Ich habe aber auch gelernt, dass man ruhig mal Spaß dabei haben kann. Eine Szene wird ja mehrere Male gedreht, da ist es wichtig, dass man den Spaß nicht verliert. Zwischendurch, wenn die Kamera umbaut, kann man ein bisschen herumscherzen, ein bisschen albern sein. Das lockert auf, und dann kann man mit neuer Kraft in den nächsten Take hineingehen. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht.

Kannst du gut auswendig lernen?
Zum Glück ja. In der Schule war das ganz anders. Bei mir kommt es immer darauf an, dass es mich interessiert und dass ich Spaß dabei habe, dann merke ich mir Sachen ganz ganz schnell. Aber in Mathe zum Beispiel konnte ich mir nie etwas merken, weil ich das einfach nicht mochte.

Hast du dein Abitur schon?
Ja, ich habe es im vergangenen Jahr gemacht. Im April werde ich 19.

Kanntest du dich vorher schon mit germanischer Mythologie aus?
Ich habe als Kind schon immer ganz viel gelesen. Auch Sagen haben mich wahnsinnig interessiert. Mit den Begrifflichkeiten und den Götternamen konnte ich schon etwas anfangen. Dann habe ich mich natürlich noch konkret ins Thema eingelesen. Aber ein ganz neues Gebiet war das zum Glück für mich nicht.

Hast du als Kind auch Fantasy-Bücher gelesen?
Ja, alles mögliche. Karl May war einer meiner Lieblingsautoren, Cornelia Funke natürlich auch. Und Harry Potter habe ich schon in der Grundschule gelesen.

Welche Hobbys hast du außer Lesen?
Ich habe immer Fußball gespielt, ganz lange, bis ich 16/17 war. Und ich male sehr gerne.

Wie würdest du Mara beschreiben?
Mara hat ihren Platz noch nicht so ganz gefunden, wie das halt so ist in ihrem Alter. Sie ist noch ein bisschen auf der Suche. Sie ist eigentlich eher schüchtern und wünscht sich, in der Schule mehr Anschluss zu finden. Dann findet sie heraus, dass sie eine Seherin ist. Damit kann sie erst mal gar nicht umgehen, weil sie normal sein will. Irgendwann schöpft sie daraus aber auch Selbstbewusstsein. Sie macht eine große Entwicklung durch und wird erwachsener.

Würdest du sagen, dass du etwas von deinen eigenen Erfahrungen in der Pubertät mit in die Rolle hineingebracht hast?
Ja, natürlich. Ich glaube, das Trotzige, was Mara manchmal hat, war bei mir auch zu spüren. Ich war auch ein Dickkopf so wie Mara. Da kann man schon Parallelen entdecken, auch was die Beziehung zu der Mama angeht.

Wie sieht’s aus mit weiteren Filmprojekten?
Ich drehe gerade für „Die Bergretter“, für die „Soko“ habe ich vor kurzem gedreht, das wird alles dieses Jahr im ZDF laufen. Außerdem habe ich in Kürze ein paar interessante Castings für Filme, die im Sommer und Herbst gedreht werden, und hoffe, dass ich eine Rolle bekommen werde.

Du bist also auf dem Weg, die Schauspielerei zu deinem Beruf zu machen?
Da ist zumindest mein Plan. Ob es klappt, liegt leider nicht so ganz bei mir.

Gehst du auf eine Schauspielschule?
Da bin ich noch ein bisschen unschlüssig. Aktuell studiere ich Germanistik an der Universität in München. Mit der Entscheidung, ob ich auf eine Schauspielschule gehe, lasse ich mir noch ein bisschen Zeit.

Welche Rollen würdest du gern einmal spielen?
Es gibt da ein paar Jugendromane, die mich damals sehr inspiriert haben, die vielleicht Verfilmungen wert wären, zum Beispiel „Die Mitte der Welt“ von Andreas Steinhöfel. Das wäre für mich eine große Ehre und Freude, da mitwirken zu dürfen.

Wie war die Zusammenarbeit mit Tommy Krappweis?
Wir haben sehr viel gelacht. Es war eine sehr familiäre und spaßige Atmosphäre am Set. Dadurch dass Tommy die Romane geschrieben hat, wusste er auch ganz genau, wie er sich die Sachen vorstellt und konnte das einem immer ganz genau sagen. Es ist als Schauspieler schön, wenn man ganz konkrete Anweisungen von seinem Regisseur bekommt. Er war aber auch immer offen für Ideen, die wir eingebracht haben.

Wo wurde gedreht?
Wir waren zwei, drei Wochen in Köln im Studio, dann in Österreich in den Bergen und drei, vier Wochen in München.

Wo machst du gerne Urlaub?
Ich war letzten Sommer zwei Wochen mit meinen ganzen Freundinnen in Schottland, in Edinburgh, das war toll, ich mag Großbritannien total gerne. Mit meiner Familie war ich oft in Kroatien, mit viel Sonne und Meer.

Mehr zum Film: maraundderfeuerbringer.com