Kinder sammelten bei Klimakonferenz Ideen für die Umwelt

Die Mädchen und Jungen sammelten in Medebach viele Ideen zum Schutz der Umwelt.
Die Mädchen und Jungen sammelten in Medebach viele Ideen zum Schutz der Umwelt.
Foto: Kids Climate Conference
Was wir bereits wissen
Bei der ersten Kids Climate Conference in Medebach im Sauerland lernten rund 150 Kinder viel über Energie, Müllvermeidung und Naturschutz.

Wie können wir Wasser sparen? Müll vermeiden? Weniger Energie verbrauchen? Die Natur besser schützen? Rund 150 Mädchen und Jungen haben sich solche Fragen gestellt und nach Antworten gesucht. In Medebach im Sauerland fand die erste „Kids Climate Conference“ (Kinder-Klimakonferenz) in Deutschland statt. Auch der Viertklässler Niklas Götz aus der Stadt Iserlohn war dabei.

Alle Kinder wohnten drei Tage mit ihren Familien in einem Ferienpark. Am Freitag startete die Konferenz mit einem Lagerfeuer und einem Puppenspiel. Der zehnjährige Niklas erzählt: „Wir wurden in Gruppen eingeteilt, die nach verschiedenen Bäumen benannt waren. Ich war in der Buchen-Gruppe.“

Samenbomben für die Wiese

Am nächsten Tag ging es dann zu den Stationen. „Am Stand des WWF haben wir Samenbomben gemacht“, sagt Niklas. Die Kinder steckten Blumensamen in Erde, formten daraus Kugeln und legten sie in Eierkartons. Wenn sie wieder zu Hause sind, wollen alle die Samenbomben auf Wiesen vergraben.

Niklas berichtet weiter: „Wir haben auch Fußabdrücke von Tieren, etwa von Rehen, Wölfen oder Ottern, in Ton gemacht. An der Unicef-Station ging es darum, dass wir nur das einkaufen sollten, was wir wirklich brauchen. Und dass wir möglichst keine Lebensmittel wegwerfen sollten.“

Alle Teilnehmer der Kinder-Klimakonferenz haben an diesem Wochenende Spaß gehabt. Sie durften zum Beispiel mit einem (angebundenen) Heißluftballon 20 Meter in die Höhe steigen. Und sie spielten mit Rettungshunden Verstecken.

Gleichzeitig haben die Mädchen und Jungen aber auch viel gelernt. Zum Beispiel, welche Folgen es haben kann, wenn man Müll in den Wald oder ins Meer wirft. „Ich finde es wichtig, dass man weniger Bäume fällt, damit Tiere mehr Lebenraum haben“, sagt Niklas. „Man sollte auch übrig gebliebenes Essen nicht direkt wegwerfen, sondern aufbewahren und später essen.“

Am Schluss pflanzten die Kinder verschiedene Bäume, Niklas – klar! – eine Buche.