In der Fastenzeit verzichten Kinder auf Süßes und Internet

Im Internet zu surfen, macht Spaß. Manche Kinder verzichten in der Fastenzeit darauf.
Im Internet zu surfen, macht Spaß. Manche Kinder verzichten in der Fastenzeit darauf.
Foto: Getty
Was wir bereits wissen
Viele Kinder haben uns geschrieben, worauf sie bis Ostern versuchen wollen zu verzichten. Eine Schulklasse hatte sogar ein ganz besonderes Erlebnis.

Bis Ostern fasten viele Christen. Wir haben Kinder gefragt, ob sie fasten, und auf was sie in der Fastenzeit verzichten wollen.

Luisa (7) und Moritz (4) Falkenhahn sagen: „Wir möchten auf Wurst verzichten.“ Und wenn das nicht so ganz klappt, wollen sie zumindest „auf jeden Fall weniger Wurst essen“.

Tim Jablowski (14) sagt: „Ich werde mich mal mit meiner geliebten Schokolade total einschränken.“

Charlotte Wingler (6) erzählt: „Wir haben in meinem Kindergarten über die Fastenzeit gesprochen. Ich möchte es mal ausprobieren und verzichte auf Fleischwurst (die ich total gerne esse) und Schokolade.“

Charlotte Urban (8) schrieb: „Ich möchte fasten auf Autofahren, weil man damit die Umwelt verschmutzt. Außerdem möchte ich fasten auf Süßigkeiten, und ich möchte mich nicht mehr so viel mit meinem Bruder streiten. Auch möchte ich in der Fastenzeit meiner Mama öfter im Haushalt helfen.“

Muslimin fastet im Ramadan

Die siebenjährige Lina Fetić ist Muslimin. Für sie gilt die christliche Fastenzeit nicht. Sie sagt aber: „Ich faste im Monat Ramadan, allerdings nicht wie vorgeschrieben von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang.“

In der Klasse 7f der Erich Kästner-Gesamtschule in der Stadt Essen haben sich ganz viele Schüler Gedanken übers Fasten gemacht. Hier ein paar Antworten aus der Klasse:

„Ich verzichte auf Kinderriegel.“ (Nico, 14)

„Ich verzichte auf Lasagne. Ich liebe Lasagne über alles.“ (Michelle, 14)

„Ich will in den nächsten sieben Wochen auf Süßigkeiten und auf Surfen im Internet verzichten, weil ich das in letzter Zeit zu oft gemacht habe. Und das will ich ab jetzt ändern.“ (Dilan, 13)

„Ich verzichte auf den Fernseher und auf meinen Laptop, denn ich will mehr Zeit mit meinen Freunden, meinen Hunden und meiner Familie verbringen. Ich glaube, dass mir der Verzicht guttun wird.“ (Natascha, 14)

„Wir verzichten 40 Tage lang auf McDonalds und die Schnitzelbrötchen vom Schulkiosk.“
(Leon, 14, und Max, 13)

Ein paar Schüler fasten nicht

Ein paar Schüler aus der Klasse fasten nicht. Miguel (12) sagt: „Ich faste nicht, weil ich das nicht nötig finde.“ Und Leon (13) meint: „Die Fastenzeit interessiert mich nicht, weil ich nicht an Gott glaube und an das, was in der Bibel steht.“

Timo (13) sagte etwas Interessantes: „Ab heute verzichte ich auf Lügen, weil es nur Streit gibt, den ich echt nicht brauche.“

Das Gespräch übers Fasten hat in der Klasse sogar etwas ausgelöst. In der Pause danach spielten mehrere Schüler mit einem Ball. Dabei zerbrach ein Bilderrahmen. Die Lehrerin fragte: „Wer war das?“ Erst meldete sich niemand, doch schließlich zeigte ein Junge auf. Dieser Schüler war es aber gar nicht. Schließlich zeigte der auf, der es in Wirklichkeit gewesen war.

Jetzt hängt in der Klasse ein Plakat. Darauf steht: „Schülerinnen und Schüler der 7f verzichten in der Fastenzeit auf Feigheit, Unehrlichkeit und unfaires Handeln.“

Das ist doch wohl toll, oder?