Griechenland hat große Geldsorgen

Die Akropolis in der griechischen Hauptstadt Athen ist ein Wahrzeichen Griechenlands.
Die Akropolis in der griechischen Hauptstadt Athen ist ein Wahrzeichen Griechenlands.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Das Land am Mittelmeer sitzt auf einem riesigen Schuldenberg. Der muss abgebaut werden. Noch mehr sparen geht aber nicht, sagt die neue griechische Regierung.

Was weißt du über Griechenland? Wahrscheinlich, dass das europäische Land am Mittelmeer liegt. Für viele Deutsche ist es deswegen ein beliebtes Urlaubsziel. Vielleicht hast du auch in der Schule etwas über die griechische Geschichte gelernt. Schließlich gelten die Griechen als Erfinder der Demokratie. Schon 500 vor Christus haben sie eingeführt, dass das Volk im Land mitbestimmen darf. In den vergangenen Monaten und Tagen ging es aber nur um eins, wenn von Griechenland die Rede war: Geld.

Besuch in Deutschland

Griechenland hat große Geldsorgen. Das liegt unter anderem daran, dass dort die reichen Leute wenig oder gar keine Steuern zahlen. Um die Schulden in den Griff zu bekommen, hat sich der Staat Geld von anderen Ländern geliehen und angefangen, zu sparen. Dieser Sparzwang quält jedoch viele Griechen. Die Familien bekommen kein Kindergeld, in den Krankenhäusern fehlen Medikamente, viele Menschen haben keine Arbeit. Jetzt hat die neue Regierung in Griechenland gesagt: So geht das nicht weiter.

Der neue Regierungschef Alexis Tsirpas will über die Schulden seines Landes neu verhandeln. Zu diesem Zweck war jetzt auch der neue Finanzminister, Gianis Varoufakis, gerade zu Besuch in Deutschland. Die griechische Regierung will zunächst einmal mehr Zeit haben, die Schulden zurück zu zahlen. Damit nicht mehr ganz so hart gespart werden muss. Die anderen EU-Länder wollen aber, dass Griechenland die Versprechen, die es gegeben hat, auch einlöst.

In den kommenden Tagen wird heftig weiter verhandelt. Schon Mittwoch treffen sich die Regierungschefs in Brüssel.