Etem lässt den Ball tanzen

Der Ballkünstler Etem Özütürk zeigt, was er kann.
Der Ballkünstler Etem Özütürk zeigt, was er kann.
Foto: Volker Hartmann
Was wir bereits wissen
Der 22-jährige Etem Özütürk hat ein tolles Hobby: Fußball-Freestyle. Damit tritt er vor Publikum auf und war auch schon im Kika zu sehen. Fans wollen Autogramme von ihm

Er schwärmt für den argentinischen Superfußballer Lionel Messi. Und auch den Brasilianer Neymar bewundert er sehr. Etem Özütürk aus der Stadt Neuss ist nämlich auch ein Fußballkünstler; aber der 22-Jährige schießt längst nicht so viele Tore wie seine großen Vorbilder. Kein Wunder. Er schießt auch gar nicht aufs Tor. Etem tippt den Ball nur kurz an, kickt ihn gefühlvoll nach oben, fängt ihn auf dem Nacken auf – und das minutenlang. Fußball-Freestyle (sprich Frie-Steil) nennt sich das. Bei dem Freistil kann man alles machen. Der Ball darf nur nicht auf den Boden kullern.

„Das hat beim normalen Fußballtraining angefangen“ erzählt Etem, der bald eine Ausbildung zum Polizeiberuf anfangen will. Jahrelang hat er im Verein gekickt. Und dann hat er festgestellt: Die Übung, den Ball mit Füßen, Knien, Schultern und Kopf in der Luft zu halten, haben ihm immer am meisten Spaß gemacht.

Die Welt ist der Ball

„Ich übe zwei Stunden jeden Tag“, sagt er. „Bei Regen auch zu Hause im Wohnzimmer.“ Es gibt verschiedene Disziplinen. Eine heißt zum Beispiel „ATW“. Das steht für die englischen Wörter „Around The World“, übersetzt: Rund um die Welt. Die Welt ist der Ball. Den muss man durch Kicken über dem Boden halten und zwischendurch den Fuß blitzschnell um die Kugel kreisen lassen.

„Das klappt nicht sofort“, sagt Etem. „Am besten fängt man damit an, den Ball einfach immer ein wenig in die Luft zu kicken, dann auch mal abwechselnd rechts und links.“ Wenn der 22-jährige Rheinländer dann bei Sportfesten vor Publikum auftritt, zeigt er nur seine sichersten Übungen. Dafür bekommt er dann auch ein Taschengeld. Und er wird auch oft nach Autogrammen gefragt. Er ist schon ein bisschen berühmt. Er war schon in einem kurzen Film beim Kika zu sehen.

Auch wenn man nicht so viel rennen muss, ist Fußball-Freestyle anstrengend. „Länger als fünf Minuten schafft man das nicht“, sagt Etem.