Eine Organisation für die Gesundheit

Helfer versorgen einen an Ebola erkrankten Patienten in Afrika. Die WHO soll diese Arbeit unterstützen.
Helfer versorgen einen an Ebola erkrankten Patienten in Afrika. Die WHO soll diese Arbeit unterstützen.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Die WHO soll dafür sorgen, dass die Menschen überall auf der Welt so gesund wie möglich sind. Wie sie ihre Arbeit besser machen kann, beraten gerade viele Politiker

Alle Menschen auf der Welt sollen so gesund wie möglich sein. Die ist das Ziel einer großen Organisation. Sie heißt Weltgesundheitsorganisation. Kurz sagt man WHO dazu. In der englischen Sprache heißt es nämlich World Health Organization.

Die Leute der Organisation beobachten etwa, wie es um die Gesundheit der Menschen auf der Welt steht und wo es Probleme gibt. Mit Politikern und Experten versuchen sie dann, die Probleme in den Griff zu bekommen und die Lage zu verbessern. Die WHO setzt sich zum Beispiel dafür ein, dass Menschen geimpft werden. So werden sie vor bestimmten Krankheiten geschützt. Die Organisation hilft auch dabei, dass Menschen darüber informiert werden, wie sie sich besser vor Krankheiten schützen können.

Die Länder sollen zahlen

In der Stadt Genf treffen sich einmal im Jahr die Mitglieder der WHO. Das Treffen heißt Weltgesundheitsversammlung. Dabei geht es etwa um künftige Aktionen, darum, wie die Organisation arbeitet und wie sie sich selbst organisiert. Gestern war es wieder so weit. Da begann die Versammlung. Auch die Kanzlerin von Deutschland, Angela Merkel, war dort. Sie sagte, die WHO müsse mehr tun, um gefährliche Seuchen schneller und besser zu bekämpfen. Zuletzt hat die WHO viel Kritik bekommen. Fachleute sagen: Die Organisation hat im Kampf gegen ein gefährliches Virus viel zu spät gehandelt. Es geht um Ebola. Das Virus war vor mehr als einem Jahr in Westafrika ausgebrochen. Tausende Menschen hatten sich damit angesteckt. Viele sind bereits gestorben.

Die WHO-Chefin Margaret Chan versprach gestern „fundamentale Veränderungen, damit die WHO ihren Job demnächst besser erledigen kann. Es soll ein sogenannter Krisenreaktionsfonds eingerichtet werden, mit dem dann schnelle Hilfe bezahlt werden kann. Dazu sollen die Mitgliedsländer der WHO 100 Millionen Dollar einzahlen. Das sind 87 Millionen Euro.

Ifos zur WHO:

Gegründet wurde die Weltgesundheitsorganisation vor fast 70 Jahren. Sie gehört zu den Vereinten Nationen. Das ist ein Zusammenschluss von fast allen Ländern der Erde.


Bei der WHO sind derzeit 194 Staaten Mitglied. Auch Deutschland gehört dazu.

Der Hauptsitz der Weltgesundheitsorganisation ist in der Stadt Genf in unserem Nachbarland Schweiz.