Der „Physio“ hilft verletzten Profis

Physiotherapeut Stuart Rickards vom FC Schalke 04.
Physiotherapeut Stuart Rickards vom FC Schalke 04.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Wenn die Fußballspieler Probleme mit ihren Muskeln und Gelenken haben, behandelt sie ein Physiotherapeut. Bei Schalke 04 macht das Stuart Rickards

Freust du dich schon auf die Sommerferien? Da bist du nicht alleine. Auch viele Profi-Fußballer sehnen das Ende der Saison herbei, damit sie sich endlich mal richtig erholen können. Die vielen Spiele sind sehr anstrengend. Manche der Stars sind schlapp, es gibt auch Verletzte. Beim Verein Bayern München wird gerade viel darüber diskutiert, weil heute beim wichtigen Spiel gegen Barcelona die Stars Arjen Robben und Franck Ribéry nicht mitmachen können. In den Vereinen gibt es Fachleute, die sich um die Verletzten kümmern. Das sind der Mannschaftsarzt und der Physiotherapeut. Was so ein „Physio“ macht, haben wir uns beim Verein Schalke 04 angeschaut.

Bei Schalke heißt der Physiotherapeut (gesprochen: Füsioterapeut) Stuart Rickards. Er arbeitet seit sieben Jahren bei dem Verein in Gelsenkirchen. Erst hat er Kinder und Jugendliche behandelt. Mittlerweile kümmert er sich um die Profis.

Immer auf der Ersatzbank

Seine Arbeit beginnt zweieinhalb Stunden vor dem Training. Da kommen Spieler zu Stuart, die nicht ganz fit sind. Stuart massiert zum Beispiel ihre Beine und lockert die Gelenke. Manchmal wickelt er auch einen Verband um den Knöchel. Das schützt vor Verletzungen.

Beim Training stehen Stuart und seine Kollegen am Spielfeldrand. Sie beobachten die Übungen der Spieler. Wenn sich jemand verletzt, helfen sie ihm. Sie versuchen alles, damit der Spieler bald wieder fit ist.

Bei Spielen sitzt Stuart im Stadion auf der Ersatzbank. „Ich versuche mich aber nicht auf das Spiel zu konzentrieren“, sagt er. „Ich gucke mir die Spieler genau an. Humpeln sie? Laufen sie nach einem Foul wieder richtig? Macht jemand ein schmerzverzerrtes Gesicht?“ Ist ein Spieler verletzt, macht sich Stuart bereit für seinen Einsatz.

Der Physiotherapeut kennt die Schalker Spieler ganz genau. Mit einigen von ihnen hat er schon seit vielen Jahren zu tun - zum Beispiel mit Max Meyer und Leroy Sané.

„Ich kenne ihre Verletztengeschichte und ihre Probleme. Ich weiß, wie sich die Gelenke anfühlen. Das hilft schon sehr“, sagt Stuart. Würde er die Knie oder Füße der Spieler denn auch mit verbundenen Augen erkennen? „Manche auf jeden Fall“, sagt er lachend.

Krise bei Schalke

Bei dem FC Schalke 04 läuft es momentan nicht rund. Am Sonntag verlor die Mannschaft mit 0:2 beim 1. FC Köln. Der Verein hat deshalb jetzt beschlossen, zwei Spieler nicht mehr mitmachen zu lassen. Das sind Sidney Sam und Kevin-Prince Boateng.

Beim nächsten Spiel darf auch Marco Höger nicht mitmachen. Alle drei nicht mehr vollen Einsatz gezeigt.