Auf der Flucht vor Krieg in der Heimat

Ärger mit Klassenkameraden oder Streit zu Hause. Solche oder ähnliche Dinge machen einem manchmal Sorgen. Viele Kinder in anderen Ländern beschäftigen ganz andere Probleme.

In ihren Ländern herrscht Krieg und Gewalt. Verschiedene Gruppen bekämpfen sich oder greifen Leute an, die damit nichts zu tun haben. Menschen werden entführt und getötet. Solche schlimmen Sachen passieren zum Beispiel in Ländern wie Syrien auf dem Kontinent Asien oder in Nigeria in Afrika.

Aus Angst verlassen Leute ihre Heimat. Viele Millionen Kinder sind mit Eltern, Verwandten oder sogar ganz allein im vergangenen Jahr geflohen. Darüber berichteten Experten des Kinderhilfswerk Unicef Montag.

Manche der Kinder finden Unterschlupf in Flüchtlingslagern, zum Beispiel in Nachbarländern. Rudi Tarneden von Unicef hat vor einigen Monaten so ein Lager im Norden des Landes Irak besucht. Er erzählt: "Viele Tausend Menschen leben in Zelten. Als ich dort war hatte es gerade heftig geregnet und es war total matschig."

Trotzdem seien die Menschen froh, dort in Sicherheit zu sein, erzählt Rudi Tarneden. Helfer versorgen sie mit Wasser, Essen und warmen Sachen.

Auch Tausende Kinder wohnen in solchen Lagern. Ihr Leben ist ganz anders als das von Kindern hier. Es gibt nur wenige Möglichkeiten zum Spielen und alles ist sehr einfach.

In manchen Lagern gibt es kleine Schulen, in denen Lehrer Unterricht geben. "Die Kinder freuen sich, dass sie sich dort beschäftigen können, Bilder malen, lernen oder Lieder singen." Denn viele von ihnen konnten in ihrer Heimat nicht mehr zur Schule gehen. Weil zum Beispiel Soldaten die Gebäude besetzt hatten.

Auch wenn sie froh sind, in einem Flüchtlingslager zu sein, haben viele Kinder einen großen Traum, sagt Rudi Tarneden: "Sie wünschen sich Frieden und wollen hoffentlich bald wieder nach Hause."

EURE FAVORITEN IN DIESER STUNDE