Anneliese Brost-Stiftung richtet einen Kinderbeirat ein

Schüler der Peter-Ustinov-Schule und der Nikolausschule probten beim Musikprojekt „Ensemble Ruhr & Kidz“ Benjamin Brittens Werk „Simple Symphony“. In der Mitte steht die Cellistin und Projektleiterin des Ensemble Ruhr Anna Betzl-Reitmeier. Die Anneliese Brost-Stiftung förderte das Projekt mit 10.000 Euro.
Schüler der Peter-Ustinov-Schule und der Nikolausschule probten beim Musikprojekt „Ensemble Ruhr & Kidz“ Benjamin Brittens Werk „Simple Symphony“. In der Mitte steht die Cellistin und Projektleiterin des Ensemble Ruhr Anna Betzl-Reitmeier. Die Anneliese Brost-Stiftung förderte das Projekt mit 10.000 Euro.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Bis zu 15 Kinder dürfen bald entscheiden, welche Projekte Geld für ihre Arbeit bekommen sollen. Die Anneliese Brost-Stiftung setzt auf Beteiligung.

Essen..  Bei uns gibt es viele Kinder, deren Familien wenig Geld haben. Doch nicht nur Armut ist ein Problem, manchmal werden Kinder auch schlecht behandelt oder die Eltern kümmern sich nicht gut genug um sie. Für diese Kinder gibt es Projekte, in denen ihnen geholfen wird. Zum Beispiel wird in manchen Schulen ein kostenloses Frühstück angeboten. Oder Musiker kommen zu den Schülern und musizieren für sie und mit ihnen.

Verlegerin war sehr reich

All diese Hilfsprojekte kosten Geld. Es gibt Stiftungen, die Geld zur Verfügung stellen. Auch die Anneliese Brost-Stiftung ist eine solche Organisation. Anneliese Brost war die Frau des langjährigen WAZ-Chefredakteurs Erich Brost und bis zu ihrem Tod im Jahr 2010 eine bekannte Verlegerin. Sie gab einen Teil ihres Vermögens der Stiftung, die nach ihr benannt wurde. Die Stiftung geht mit dem Geld so um, dass es Erträge gibt, zum Beispiel Zinsen. Davon wird Geld an Projekte verteilt.

Jetzt will die Anneliese Brost-Stiftung einen Kinderbeirat einrichten. Bis zu 15 Kinder (ab zehn Jahren) dürfen mitmachen. Sie treffen sich zum ersten Mal am 19. September in Essen und lernen dann verschiedene Projekte und Hilfsorganisationen kennen. So erfahren sie, welche sozialen Probleme es gibt und welche Lösungen möglich sind.

Kinder entscheiden ganz allein

Die Kinder dürfen ganz allein entscheiden, welches Projekt oder welche Organisation mit Geld gefördert werden soll. Sie bekommen pro Jahr 15 000 Euro, die sie verteilen dürfen. Einem Projekt dürfen sie höchstens 1500 Euro geben. Im Kinderbeirat treffen sie sich mindestens zweimal im Jahr. Jeweils drei Plätze im Kinderbeirat sind für Kinder aus den Projekten „Förderturmhaus 2“ und „Funke-Stiftung“ reserviert.

Es ist ein Kinderrecht, dass sich Kinder an Entscheidungen beteiligen können. Die Anneliese Brost-Stiftung möchte den Kinderbeirat starten, um dieses Kinderrecht umzusetzen. Ihr ist es wichtig, „nicht nur für Kinder und Jugendliche etwas zu bewegen, sondern auch gemeinsam mit ihnen die Situation von Kindern und Jugendlichen zu verbessern“. Die Kinderhilfsorganisation Children for a better World e.V. hilft beim Aufbau des Kinderbeirates.

Bis zum 20. August könnt ihr euch bewerben! Wollt ihr euch für andere Kinder einsetzen? Dann los! Katrin Schmitz und Werner Meys sind die Moderatoren des Kinderbeirats. Sie beantworten eure Fragen per E-Mail, per Brief oder am Telefon.

Das sind ihre E-Mail-Adressen:
katrin.schmitz@anneliese-brost-stiftung.de
werner.meys @anneliese-brost-stiftung.de

Adresse: Kinderbeirat der Anneliese Brost-Stiftung, III. Hagen 30, 45127 Essen, Tel. 0201/1095401

Auf einer Internetseite der Stiftung findet ihr viele weitere Informationen und ein Bewerbungsformular zum Download: http://kids.anneliese-brost-stiftung.de