Alysón aus Bolivien freut sich auf den Papst

Viele Menschen zupfen Unkraut und pflanzen frische Blumen entlang der Straßen. Wir sind in der großen Stadt La Paz im Land Bolivien. Bolivien liegt auf dem Kontinent Südamerika.

Hier wird am Mittwoch ein berühmter Mann erwartet: Papst Franziskus. Er ist der Chef der katholischen Kirche. Der Papst reist gerade durch Südamerika. Erst stand ein Besuch in Ecuador auf dem Programm. Zum Schluss der Reise ist der Papst noch in Paraguay. Nun geht es erst mal nach Bolivien.

An einer großen Kirche in La Paz sitzt Alysón Quibert Paco. Sie ist zwölf Jahre alt und mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder Vladimir Alejandro hier. "Ja, ich werde hier an der Straße stehen. Ich bin sehr gespannt, das wird sehr voll", sagt sie über den Papst-Besuch. "Es ist toll, dass er uns besucht." Auch in der Schule wurde schon darüber gesprochen, erzählt Alysón. Überall hängen Bilder von Franziskus.

Alysón ist etwas schüchtern. Viele Kinder in Bolivien haben keine unbeschwerte Kindheit. Sie müssen zum Beispiel arbeiten, um ihre Eltern zu unterstützen. Manche leben sogar auf der Straße.

Alysón hilft ihrer Mutter bei der Arbeit und bei der Erziehung der Geschwister. Sie sind vier Kinder, die Mutter arbeitet als Straßenverkäuferin und verdient nur wenig Geld. Der Vater lebt nicht bei ihnen.

Der Papst selbst stammt auch aus Südamerika, aus dem Nachbarland Argentinien. Er will sich auch für die Armen in diesen Ländern einsetzen.

Alysón Mutter freut sich ebenfalls über den Besuch des Papstes. Sie sagt: "Das gibt Hoffnung und Mut."