2014: Ein tierisch verrücktes Jahr

Koalas umarmen Bäume - aber nicht, weil sie die Pflanzen lieb haben.Sie müssen sich in der Hitze abkühlen.
Koalas umarmen Bäume - aber nicht, weil sie die Pflanzen lieb haben.Sie müssen sich in der Hitze abkühlen.
Foto: picture alliance / dpa
Ein Elch latscht ins Büro, die Katze Tara rettet ein Kind, Pferd Nasar klaut Weingummi im Wohnzimmer - viele Vierbeiner wurden zu Stars in den Nachrichten

Wenn wieder ein ganzes Jahr vorbei ist, dann schauen die Menschen gerne zurück: Was ist in den vergangenen 52 Wochen passiert? Meistens staunt man, wieviel man vergessen hat. Klar, da war die Fußball-WM und der deutsche Astronaut Alexander Gerst umkreiste die Erde. Aber wer erinnert sich noch an die tapfere Katze Tara, das lustige Pferd Nasar oder das gerettete Vogelbaby „Lisa eins“ in Neuseeland? Deshalb werfen wir am Silvestertag einen Blick auf die vierbeinigen, gefiederten und felligen Stars des Jahres:

Tierische Hausbesuche

Das Araberpferd Nasar aus dem Bundesland Schleswig-Holstein ist mittlerweile weltberühmt: Vor einem Jahr holte seine Besitzerin den Wallach ins Haus, weil ein Orkan drohte. Doch drinnen gefiel es dem Dreijährigen so gut, dass er nun ständig ins Wohnzimmer trabt, ein Glas Apfelsaft trinkt und Weingummis nascht. Gerne steht Nasar auch am warmen Kamin und guckt Fernsehen. Seine Besitzerin, eine Ärztin, bekommt Besuch von Journalisten aus aller Welt und hat inzwischen ein Buch über ihr freundliches Hauspferd geschrieben.

Weniger wohl fühlte sich im August ein Elch in einem Bürohaus in Dresden. Das zwei Jahre alte Tier war aus Polen über die Grenze gekommen und hatte sich in der Stadt verirrt. Ängstlich floh der Elch vor den Menschen und krachte durch die Glastür eines großen Gebäudes. Zwischen einer Scheibe und der Wand blieb er vier Stunden lang eingeklemmt. Dann wurde er mit zwei Pfeilen betäubt und in den nahe gelegenen Zoo gebracht.

Tierische Helden

Zum Superstar im Internet brachte es die Katze Tara aus Kalifornien in den USA. Sie rettete im Mai den vierjährigen Sohn ihrer Besitzer vor einem gefährlichen Hund. Der Labrador-Mischling hatte das Kind gebissen und vom Dreirad gezerrt - als die kleine Tara wie eine Raubkatze fauchte, sich auf den Hund stürzte und ihn in die Flucht schlug. Solcher Heldenmut ist für Katzen eher untypisch. Das Video wurde auf Youtube (ihr findet es, wenn ihr das Stichwort „herocat“ eingebt) gezeigt und in zwei Tagen zehn Millionen Mal angeklickt.

Ein klitzekleines Küken aus Neuseeland hatte im März riesiges Glück. Die Schale von seinem Ei zerbrach vorzeitig und normalerweise hätte es nicht überlebt. Aber eine Wildhüterin fand das Ei und reparierte es mit Klebstoff und Klebeband. Ein paar Tage später schlüpfte das seltene Kakapo-Papageien-Küken aus dem geflickten Ei und wurde „Lisa eins“ genannt. Kakapos sind vom Aussterben bedroht. „Lisa eins“ war das erste Kakapo-Küken, das seit drei Jahren schlüpfte.

Tierische Wissenschaft

Im Februar fanden Naturforscher heraus, dass Elefanten nicht nur einen langen Rüssel haben. Sie besitzen auch einen guten Riecher für Gefühle. Wenn sie Angst bekommen, gehen die Ohren hoch und sie grummeln. Das merkt sofort ein anderer Elefant und berührt seinen Kumpel vorsichtig mit dem Rüssel, um ihn zu beruhigen.

Koalas umarmen gerne Bäume - das sieht niedlich aus, ist aber eher schlau. Biologen entdeckten, dass Koalas nicht nur abhängen, sondern sich gezielt an Baumstämmen abkühlen. Sie wissen genau, an welchen Bäumen es am kühlsten ist. So schwitzen sie weniger. In der Hitze Australiens ist das lebenswichtig.

Auch Hunde heben ihr Beinchen nicht irgendwo an einem Baum. Sie richten sich nach dem Magnetfeld der Erde. Wissenschaftler beobachteten tausende Hunde und stellten fest, dass die meisten in Richtung Nordpol pinkelten.